Alter Sprüche – hoffnung
58 Sprüche gefunden
Unter der Schneelast unseres Alters grüne das Immergrün eines guten Gewissens, sprosse das Schneeglöckchen, die Botin des ewigen Frühlings.
Wenn uns das Alter mit den Silberflügeln Bedeckt, dann hebt allmählich sich das Auge Hinauf zur stillen, sternbesä'ten Wohnung; Dort schau'n wir hin als nach der wahren Heimath, Wo nach der Pilgerfahrt wir hingelangen.
Niemand ist so alt, dass er nicht noch ein Jahr leben zu können glaubt.
Wo die eigene Kraft dich verläßt und zur Neige ist, wo du nicht mehr fassen, wirken und schaffen kannst, da fügen sich die Hände still in einander, und dieses Sinnbild spricht: ich kann nicht mehr, waltet ihr, ihr ewigen Mächte!
Das Alter ist nicht trübe, weil darin unsre Freuden, sondern weil unsre Hoffnungen aufhören.
Keiner wird je so alt, daß er nicht glaubt, noch etwas länger leben zu können.
Hat der Abend auch keine Sonne, so hat er doch Sterne.
Hauptsache oben licht und unten dicht.
Trübe Tage werden gegen Abend, wenn die Sonne hinabsteigt, heller; und manches trübe Leben erfährt dieselbe Begnadigung.
Die Liebe zur Natur, zu Wissenschaften, und Vertrauen auf eine väterliche allwaltende Vorsehung sind die sichersten Stützen und Gefährten im Leben, besonders aber im Alter, wo so vieles uns verläßt, so vieles als eitler Tand erscheint.
Mit siebzig hat man noch Träume.
Ich hoffe nun, den noch vor mir liegenden Lebensabschnitt so verbringen zu können, daß ich privat Verpaßtes in Ruhe nachholen kann.
Nichts schützt so kräftig vor dem schauerlichen Gespenst des Alters, vor der Verknöcherung unseres Wesens, die es verkündet oder begleitet, als ein heiterer Skeptizismus.
Wie dein Leiden sich mehrt; so naht sich die Kraft es zu tragen.
Alter schützt vor Torheit nicht: mit diesem Wort macht man sich über das Alter lustig und bedenkt nicht, dass gerade die Fähigkeit, noch Torheiten begehen zu können, ein Trost und eine Quelle des Glückes für die Alten ist.
Alter – es ist die Zeit, wo die Erinnerung an die Stelle der Hoffnung tritt.
Ein Greis sagte: Über das gegenwärtige Alter tröstet nur das zukünftige.
Wird dein Alter gequält, so hoffe wieder, Erdensohn! Nichts ist kürzer als das Alter, denn du weißt ja kaum, wann es beginnt. Jeder Lebenszeit erinnerst du dich, und findest sie verschönert wieder, nur der Zeit des Alters nicht; aber wenn du droben hinter dem Tode dich des Alters erinnerst, so findest du auch deine letzten Tage verschönert wieder.
Schlimmer noch als eine Tugend ohne Hoffnung ist ein Alter ohne Frieden.
Der Morgen des Alters bewirkt den Abbruch der Hoffnung dir: Des Leichentuchs Kette und Einschlag: das weiße Haar ist es hier.
Kinder leben von der Hoffnung, Ältere von den Erinnerungen.