Alter Sprüche – klassisch

374 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Alter klassisch

Das Alter Das Alter ist ein höflich' Mann: Einmal übers andre klopft er an; Aber nun sagt niemand: Herein! Und vor der Türe will er nicht sein. Da klinkt er auf, tritt ein so schnell, Und nun heißt's, er sei ein grober Gesell.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Das Alter, 1815

Unter der Schneelast unseres Alters grüne das Immergrün eines guten Gewissens, sprosse das Schneeglöckchen, die Botin des ewigen Frühlings.

Internet

Wenn uns das Alter mit den Silberflügeln Bedeckt, dann hebt allmählich sich das Auge Hinauf zur stillen, sternbesä'ten Wohnung; Dort schau'n wir hin als nach der wahren Heimath, Wo nach der Pilgerfahrt wir hingelangen.

Internet

Niemand hört es gern, Daß man ihn Greis nennt.

Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, 1832. 2. Akt, Klassische Walburgisnacht. Am oberen Peneios, Greif zu Mephisto

Das Alter wägt und mißt es, Die Jugend spricht: So ist es.

Platen, Gedichte. Spruch

Die Jugend will ich dem Alter vermählen, daß auch diese habe die Fülle und durchdrungen sei von der allbelebenden Wärme. Was ist's denn, worüber sie klagen im Alter? … Was sie klagen, ist nur, daß ihnen die Jugend fehlt. Und die Jugend? Warum fehlt sie ihnen? Weil in der Jugend ihnen das Alter gefehlt hat.

Schleiermacher, Monologen. Eine Neujahrsgabe, Erstdruck 1800

Alter schützt vor Torheit nicht.

Shakespeare, Antonius und Cleopatra, Erstdruck 1623

Das Alter ist eine unheilbare Krankheit.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 108. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924) Originaltext: Senectus enim insanabilis morbus est

Vor nichts muß sich das Alter eher hüten, als sich der Lässigkeit und Untätigkeit zu ergeben.

Cicero, Vom höchsten Gut und vom größten Übel (De finibus bonorum et malorum), 45 v. Chr

Oft hat ein hochbetagter Greis keinen anderen Beweis für die Länge seines Lebens als die Summe seiner Jahre.

Seneca, Von der Gemütsruhe (De tranquillitate animi), etwa 53-54 n. Chr. 3. Kapitel. Übers. Otto Apelt (1923) Originaltext: Saepe grandis natu senex nullum aliud habet argumentum quo se probet diu vixisse, praeter aetatem

Wo die eigene Kraft dich verläßt und zur Neige ist, wo du nicht mehr fassen, wirken und schaffen kannst, da fügen sich die Hände still in einander, und dieses Sinnbild spricht: ich kann nicht mehr, waltet ihr, ihr ewigen Mächte!

Auerbach, Sämtliche Schwarzwälder Dorfgeschichten, entstanden 1842-80 (diverse Einzeldrucke), 10 Bde., 1884. Vierter Band. Lucifer. Wie endet der Sonntag!

Das Geheimnis des rechten Altwerdens liegt in einem Satz: Die Zeit geht sanft nur mit denen um, die mit der Zeit sanft umgehen.

Internet

Die Alten ehre stets, du bleibst nicht ewig Kind. Sie waren, wie du bist, und du wirst sein, was sie sind.

Internet

Je länger eine gute Geige gespielt wird, desto schöner ist ihr Ton.

Internet

Alt zu werden und jung zu bleiben ist das höchste Gut.

Internet

Noch gern der Zeit gedenk ich, als alle meine Glieder noch gelenkig, bis auf eins. Die Zeit ist längst vorüber, steif sind alle meine Glieder, bis auf eins.

Internet

Einen alten Baum versetzt man nicht.

Internet

Wenn der Wolf alt wird, dann reiten ihn die Krähen.

Internet

Je älter die Geige, umso süßer der Ton.

Internet

Old is gold.

Internet

Alte Hühner, gute Suppe.

Internet