Alter Sprüche – nachdenklich
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Wirst du auch sanfter und besser, indem das Alter herannaht?
Vor nichts muß sich das Alter eher hüten, als sich der Lässigkeit und Untätigkeit zu ergeben.
Lebende Geschöpfe dürfen wir nicht wie Schuhe, Töpfe und Pfannen behandeln, die wir fortwerfen, wenn sie vom Dienst abgenutzt und abgetragen sind.
Siehe, das nenn ich doch würdig, fürwahr, sich im Alter beschäftgen!
In der Tat spinnen wir Alten bisweilen.
Mit dem Alter lernt man, die Menschen zu verstehen – nicht nur zu tolerieren, zu ertragen, sondern ihre Fehler und Schwächen zu ahnen. Lächeln und Tränen zu teilen. Mit dem Alter sollten wir uns bemühen, besser zuzuhören, um das Leiden anderer wahrzunehmen.
Sich zur Ruhe setzen, heißt es, sei wunderschön, wenn man genug zu tun habe und reich und gesund sei. Aber dann hält man die Arbeit noch ganz gut aus.
Wir haben mehr Mühe darauf verwendet, den Menschen zu einem hohen Lebensalter zu verhelfen, als darauf, ihnen den Lebensabend schön zu gestalten.
Wir sollten einander öfter sehen. Wir merken dann weniger, dass wir älter werden.
Ein kleines Nickerchen bewahrt vor dem Älterwerden – besonders hinter dem Steuer.
Ich will täglich die Zahl meiner Jahre vor Augen haben und mich fürchten, einen Augenblick zu verlieren, darin ich von dem Angefangenen, vom dem Halbgemachten noch etwas vollenden könnte.
Es ist sichtbar ein Vorzug des Alters, den Dingen der Welt ihre materielle Schärfe und Schwere zu nehmen und sie mehr in das innere Licht der Gedanken zu stellen, wo man sie in größerer, immer beruhigender Allgemeinheit übersieht.
Wer sich beeilt, friert.
Man muß den guten Kern im Menschen bis ins späteste Alter aufbewahren. Wenn Verstand und Herz sich nicht trennen, altert der innere Mensch nie.
Im Alter weckt jedes gute Gespräch Erinnerungen.
Im hohen Alter, wo uns die Jahre nach und nach wieder entziehen, was sie uns früher so freundlich und reinlich gebracht haben, halte ich für die erste Pflicht gegen uns selbst und gegen die Welt, genau zu bemerken und zu schätzen, was uns noch übrig bleibt.
Nicht die Jahre, sondern die Untätigkeit macht uns alt.
Woran man erkennt, dass man alt wird? Wenn man aufhört zu hoffen und anfängt, sich zu erinnern.
Es gibt ein Alter, in dem man Sorgen hat, versäumte Sünden nachzuholen.
Bei einem langen Alter kann an uns leicht wieder einrosten, was ein ganzes Leben mit Mühe blank gearbeitet hatte.
Einen großen Reiz des Alters vergißt man gewöhnlich, nämlich ruhige Resignation.