Alter Sprüche – tiefgründig

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Das Alter zieht noch mehr Runzeln in unseren Verstand als in unser Antlitz.

Montaigne, Essais, Erstdruck 1579, erste Gesamtausgabe 1595 (posthum)

Der Mensch ist der größten Werke alsdann fähig, wenn seine Geisteskräfte schon wieder abnehmen.

Lichtenberg, Sudelbuch H, 1789-1793. [H 41]

Frag den Alten nicht "Wie geht es dir?", sondern "Was schmerzt dich heute?"

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Zweimal färbt sich das Haar; zuerst aus dem Blonden ins Braune, Bis das Braune sodann silbergediegen sich zeigt.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Aus >Weissagungen des Bakis<

Jungfernbraten ist nichts für Kahlköpfe. Oder aber einer ist darauf aus, von weitem für einen Rehbock gehalten zu werden.

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Je älter man wird, desto toleranter gegen das Herz und intoleranter gegen den Kopf.

Jean Paul, Bemerkungen über uns närrische Menschen, 1783-99. Jenner 1797

Runzeln – Schützengräben der Haut.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Der Mann am Spiegel, in: Die Weltbühne, 10.01.1928, Nr. 2 (Kaspar Hauser), wieder in: Das Lächeln der Mona Lisa, 1928

Je weiter ich im Alter voranschreite, und je mehr ich die Frage des Krieges durchdenke, desto überzeugter bin ich, dass die einzige Lösung der Frage die Weigerung der Bürger ist, Soldat zu werden.

Tolstoi, L., Briefe. An Bertha von Suttner, 28. August 1901

Das Alter gräbt uns mehr Falten in den Geist als in das Gesicht.

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Ich lernte diesen Spruch am Rheine: Verständnis stellt sich langsam ein; Für letzte Weisheit uhd edelste Weine Muß man bei guten Jahren sein!

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Alte Bäume behämmert der Specht am meisten.

Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche

Das Urteil des Greises zittert weniger als sein Haupt.

Weber, Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 12 Bde., 1832-40. Das Alter (Fortsetzung)

Bedenkt: der Teufel, der ist alt, So werdet alt, ihn zu verstehen!

Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, 1832. 2. Akt, Hochgewölbtes enges gotisches Zimmer, Mephistopheles

Eure Rätsel, dichtversponnene Büsche, Bald nun sind sie wieder gelöst, wenn spottend Pfeift der Wind durch die leergeschüttelten Zweige! Wenig seid ihr selbst: doch flochtet ihr flüsternd Ein Geheimnis magisch dämmernder Schatten Um die Triebe schwärmender Sommerpärchen! Satt sind nun die Hungrigen, die ihr hegtet Euer Werk ist getan – und rauh in die Gosse Fegt den dürren Rest das knochige Kehrweib.

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Eines Tages alt sein und noch lange nicht alles verstehen, nein, aber anfangen, aber lieben, aber ahnen, aber zusammenhängen mit Fernem und Unsagbarem bis in die Sterne hinein!

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Wenn man alt ist, muß man mehr tun, als da man jung war.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus: Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1892. Betrachtungen im Sinne der Wanderer. Kunst. Ethisches. Natur

Wir begreifen die Ruinen nicht eher, als bis wir selbst Ruinen sind.

Heine, Gedanken und Einfälle, in: Letzte Gedichte und Gedanken von Heinrich Heine, hg. von Adolf Strodtmann 1869. VI. Vermischte Einfälle

Der Greis glaubt, alles zittere, die ganze Natur schleiche auf Krücken.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Alte Häut dörffen viel schmierens.

Lehmann (Hg.), Florilegum Politicum. Politischer Blumengarten, 1630. Originaltext

Greise, die ihr Äußeres zu sehr vernachlässigen oder sich übertrieben herausputzen, vermehren die Zahl ihrer Runzeln und sehen umso hinfälliger aus.

La Bruyère, Die Charaktere oder Die Sitten im Zeitalter Ludwigs XIV. (Les Caractères de Théophraste, traduits du grec, avec les caractères ou les mœurs de ce siècle), 1688

So wolle Gott Preußen erhalten, mannigfach und doch eins, wie das edle Metall, das aus vielen Metallen zusammengeschmolzen doch nur ein einziges und edles ist, keinem andern Rost unterworfen, als dem verschönernden der Jahrhunderte.

Friedrich Wilhelm IV., Reden. Am 10. September 1840. Gemeint ist die grüne Patina, die edle alte Bronzen überzieht und ihnen einen altertümlichen Reiz verleiht.