Charakter Sprüche

Sprüche über Charakter

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Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir, wer du bist; weiß ich, womit du dich beschäftigst, so weiß ich, was aus dir werden kann.

Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1821; erweitert 1829. 2. Buch, 11. Kap.

Es bildet ein Talent sich in der Stille, Sich ein Charakter in dem Strom der Welt.

Goethe, Torquato Tasso, 1807. 1. Akt, 2. Szene, Leonore zu Alfons

Alles was uns imponieren soll, muß Charakter haben.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Friedrich Wilhelm Riemer, 28. August 1808

Unsre Eigenschaften müssen wir kultivieren, nicht unsre Eigenheiten.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Literatur und Leben

Freund, wer ein Lump ist, bleibt ein Lump, Zu Wagen, Pferd und Fuße; Drum glaub' an keinen Lumpen je, An keines Lumpen Buße.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese, Zahme Xenien 8.

Und so sag ich zum letzten Male: Natur hat weder Kern Noch Schale; Du prüfe dich nur allermeist, Ob du Kern oder Schale seist!

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand. 1827, Gott und Welt, Aus: Ultimatum

Totalität Ein Kavalier von Kopf und Herz Ist überall willkommen; Er hat mit feinem Witz und Scherz Manch Weibchen eingenommen; Doch wenn's ihm fehlt an Faust und Kraft, Wer mag ihn dann beschützen? Und wenn er keinen Hintern hat, Wie mag der Edle sitzen?

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand. 1827, Epigrammatisch

Warum denn immer bös' oder gut! Müssen wir nicht mit uns selbst, so wie mit andern, vorlieb nehmen, wie die Natur uns hat hervorbringen mögen.

Goethe, Die guten Weiber (Die guten Frauen als Gegenbilder der bösen Weiber, auf den Kupfern des dießjährigen Damenalmanachs), 1800. Seyton zu Henriette und Armidoro

Charakter hat derjenige, der das Unschöne, das Verwirrte und Verworrene in seinem Leben durch Grundsätze in die engsten Schranken weist; der diese Feinde des Daseins kennt, und bei ihrer, unter allerhand Masken versuchten Wiederkehr bändigt, damit dem klaren, freien Leben Raum verschafft werde.

Coutelle (Hg.), Pharus am Meere des Lebens. Anthologie für Geist und Herz, hg. von Carl Coutelle [I. Ausgabe], 4., sehr verbesserte und vermehrte Auflage 1858 (EA: 1833)

Der Charakter ist eine psychische Gewohnheit, eine Gewohnheit der Seele.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Friedrich Wilhelm Riemer, 27. August 1808

In der Noth allein Bewähret sich der Adel großer Seelen.

Schiller, Turandot, Prinzessin von China. Ein tragicomisches Märchen nach Carlo Gozzi, 1801. Erster Aufzug, erster Auftritt, Kalaf

Falsch ist das Geschlecht der Menschen.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Hero und Leander, 1801

Glücklich sind diejenigen Menschen, deren Berufe mit ihrem Charakter harmonieren.

Bacon, Essays oder praktische und moralische Ratschläge (The Essayes or Counsels, Civill and Morall), 1597 (1612 und 1625 um neue Essays erweitert)

Nur wieder empor nach jedem Sturz aus der Höhe! Entweder fällst du dich tot, oder es wachsen dir Flügel.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen, Parabeln, Märchen und Gedichte, 1905

Es gibt eine Menge kleiner Unarten und Rücksichtslosigkeiten, die an und für sich nichts bedeuten, aber furchtbar sind als Symptome des Seelenzustandes, den sie verraten.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1880

Charakterlosigkeit ist ein Mythos, den biedere Individuen geschaffen haben, um damit die Faszination anderer Leute erklären zu können.

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Jedermann kann für die Leiden eines Freundes Mitgefühl aufbringen. Es bedarf aber eines wirklich edlen Charakters, um sich über die Erfolge eines Freundes zu freuen.

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Nur der Schein trügt nie!

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Kein Mensch sieht so aus, wie er wirklich ist.

Wilde, Lady Windermeres Fächer (Lady Windermere’s Fan: A Play About a Good Woman), 1892

Zuviel Erfolg irritiert die besten Freunde.

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Die Basis des Charakters ist die Willenskraft.

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