Charakter Sprüche

Sprüche über Charakter

1104 Sprüche in dieser Kategorie

Achte darauf, dass deine Großzügigkeit nicht zu sorglos erscheint.

Cicero, Briefe. An M. Brutus. Übers. Internet Originaltext: Illud consideres, ne tua liberalitas dissolutior videatur.

Der Charakter jedes einzelnen aber ist hinter vielen Schleiern der Vortäuschung verborgen und von ihnen verhüllt; die Stirn, die Augen und die Miene können mitunter lügen, am häufigsten jedoch lügt die Rede.

Cicero, Briefe. An seinen Bruder Quintus. Übers. Internet Originaltext: Multis enim simulationum involucris tegitur et quasi velis quibusdam obtenditur unius cuiusque natura; frons, oculi, vultus persaepe mentiuntur, oratio vero saepissime.

Ist der Zorn unerbittlich, zeigt das höchste Härte; ist er jedoch nachgiebig, zeigt das höchsten Wankelmut.

Cicero, Briefe. An seinen Bruder Quintus. Übers. Internet Originaltext: Si implacabiles iracundiae sunt, summa est acerbitas; sin autem exorabiles, summa levitas.

Obgleich er [Ritter Zendelwald] sich gern unterhielt, wo es nicht etwa galt, etwas zu erreichen, redete er doch nie ein Wort zur rechten Zeit, welches ihm Glück gebracht hätte.

Keller, Sieben Legenden, entstanden während der Berliner Zeit, Erstdruck 1871. Die Jungfrau als Ritter

Auch Rechtschaffenheit ist nicht ohne Schuld.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 1.12a. Übers. Internet Originaltext: Bonitas sine crimine nil est.

Beurteile die Menschen nicht allzu sehr nach ihren höflichen Worten: Süß klingt die Flöte, will der Vogelfänger seine Beute täuschen.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 1.27. Übers. Internet Originaltext: Noli homines blando nimium sermone probare: fistula dulce canit, volucrem dum decipit auceps

Zeichen schlechter Charaktere ist es, sich nach den Feindseligkeiten des Zornes zu erinnern.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 2.15. Übers. Internet Originaltext: Post inimicitias iram meminisse malorum est

Was wertlos ist, halte für teuer, was teuer ist für wertlos: Auf diese Weise wirst du niemandem als gierig oder geizig bekannt.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 1.29. Übers. Internet Originaltext: Quod vile est carum, quod carum vile putato: sic tu nec cupidus nec avarus nosceris ulli

Adler brüten keine Tauben.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Weißt du mir nichts von einer Einstellung zu berichten, die sich deutlich von der Dummheit der Masse unterscheidet, die frei ist von dem niedrigen Verlangen nach wertlosen Dingen und frei von den irrigen Annahmen der Menge, höre ich von keinem Verdienst, der eines Herrschers würdig ist.

Erasmus von Rotterdam, Adagia, 1510-35. Übers. Internet

Schöne Äpfel sind auch wohl sauer.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Rote Äpfel sind auch faul.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Böse Augen sehen nie nichts Gutes.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Der Teufel greift die Leute am Bauch an, wo sie am Weichsten sind.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Nicht alle Blumen taugen zum Sträußchen.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Man liest keine Feigen von Dornhecken.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Wer gerne trägt, dem lädt jedermann auf.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Kein großer Mann begeht eine kleine Torheit.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Fest sei die Grenze, zu der dein Wunsch strebt.

Horaz, Briefe (Epistolae). I, 2, 56. Übersetzung: Internet Originaltext: Certum voto pete finem.

Gewöhnlich gilt der Bescheidene als verschlossen und der Schweigsame als bitter.

Horaz, Briefe (Epistolae). I, 18, 94-95. Übersetzung: Internet Originaltext: Plerumque modestus occupat obscuri speciem, taciturnus acerbi.

Den Himmel, nicht die Gesinnung ändert, wer über das Meer eilt.

Horaz, Briefe (Epistolae). I, 11, 27. Übersetzung: Internet Originaltext: Caelum, non animum mutant, qui trans mare currunt.