Charakter Sprüche – kinder
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Zwischen Holz und Holz ist ein Unterschied.
Von übel angewendeter Einschränkung und Zucht bei den Kindern kommen mehr böse Neigungen als von der Natur.
Kein greulicher Aas denn von Menschen.
Es gibt keinen Charakter, mag er noch so gut und edel sein, der nicht durch Spötteleien, mögen sie noch so armselig und geistlos sein, verleumdet werden kann.
Könnte man den Menschen mit der Katze kreuzen, würde man damit den Menschen verbessern, aber die Katze verschlechtern.
Der Charakter des Menschen ist bei der Geburt immer gut; er verändert sich nur mit der Verschiedenheit der Umgebung.
Unter den Menschen und Borsdorferäpfeln sind nicht die glatten die besten, sondern die rauhen mit einigen Warzen.
Nach der Umgebung, in der man den größten Teil des Tages zubringt, richtet sich notwendig auch die Entwicklung des eigenen Charakters.
Alle schlechten Eigenschaften nehmen durch Gewohnheit zu und alle Laster und Torheiten haben die Tendenz, sich zu verbreiten. Geistige Mängel erzeugen sittliche Mängel und umgekehrt und jeder geistige und sittliche Mangel erzeugt andere und so fort.
Niemand kennt seinen wahren Charakter, bevor er einmal etwas auf Abzahlung gekauft, ein Kind großgezogen und mit leerem Tank auf einer einsamen Landstraße gestanden hat.
Geld, sagt man, verdirbt den Charakter. Manche haben beides nicht.
Der Charakter eines Kindes wird zu Hause geformt.
Über nichts wird flüchtiger geurteilt, als über die Charaktere der Menschen, und doch sollte man in nichts behutsamer sein.
Was vom Affen kommt, will lausen; was von Katzen kommt, will mausen.
Mancher verdirbt, noch ehe er stirbt.
Allerdings, Freund, taugen die Menschen und die Gurken nichts, sobald sie reif sind.
Dem dörfsch nüd a d'Zäh töggele. (Dem darfst du nicht an die Zähne klopfen: mit dem ist nicht gut Kirschen essen.)
Anlagen und Charaktereigenschaften können durch Erziehung und Beispiel der Umgebung gefördert oder gehemmt, ja bis zu einem gewissen Grade unterdrückt werden. Es hängt alsdann von den Verhältnissen im späteren Leben, öfter auch von der Energie der betreffenden Persönlichkeit ab, ob und wie fehlerhafte Erziehung oder unterdrückt gewesene Eigenschaften sich Geltung verschaffen.
Ich habe die Bemerkung gemacht, dass der Charakter fast jedes MenscheneinemLebensalter vorzugsweise angemessen zu sein scheint; sodass er in diesem sich vorteilhafter ausnimmt. Einige sind liebenswürdige Jünglinge, und dann ist's vorbei; andere kräftige, tätige Männer, denen das Alter allen Wert raubt; manche stellen sich am vorteilhaftesten im Alter dar, als wo sie milder, weil erfahrener und gelassener sind.
Der Charakter des Menschen wächst sich entweder zur Nutzpflanze oder zum Unkraut aus, deswegen muß man hier rechtzeitig gießen, dort ausrotten.
Wenn man einen Charakter verderben will, braucht man ihn nur verbessern zu wollen.