Charakter Sprüche – poetisch

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Viel was erregt, nicht was Erregung schafft, Nicht was zu allen Herzen könnte sprechen; Ein Firnis über jeder wildern Kraft, Alltäglichkeit sogar in den Verbrechen; Witz ohne Salz, gemachte Leidenschaft; Kein Hauch von Wahrheit adelt ihre Schwächen; Die Charaktere sämtlich gleich und glatt, Wenn einer überhaupt Charakter hat.

Byron, Don Juan, 1819-24

Die buntesten Vögel singen am schlechtesten, gilt auch von Menschen, und wo Prachtstil [ist] wie bei Zimmermann, da muß [man] nie tiefe Gedanken suchen.

Lichtenberg, Sudelbuch F, 1776-1779. [F 1225]

Ja, es ist zugleich mit dem Kunstsinn der sittliche, welcher große Erneuerung erleidet.

Goethe, Italienische Reise, 1786-88, auf der Grundlage der Reisetagebücher überarbeitet 1813-17. Erster Teil, Rom, 20. Dezember 1786

Der mißversteht die Himmlischen, der sie Blutgierig wähnt: er dichtet ihnen nur Die eignen grausamen Begierden an.

Goethe, Iphigenie auf Tauris, 1787. 1. Akt, 3. Szene, Iphigenie zu Thoas

Der Charakter verhält sich zum Schönen wie das Skelett zum lebendigen Menschen.

Goethe, J. W., Theoretische Schriften. Der Sammler und die Seinigen, 1799, 5. Brief

Dergleichen Umsetzungen des Charakters, wo der Komponist gleichsam dem Dichter zuwiderarbeitet, tun oft die größte Wirkung.

Goethe, J. W., Briefe. An Bernhard A. Weber, 21. Dezember 1814

Gewöhnlich lässt der Stil den Charakter deutlich erkennen.

Melanchthon, Über die Leiden der Lehrer (De miseriis paedagogorum), 1533. Übers. Internet Originaltext: Fere mores stilus arguit