Charakter Sprüche – sinn

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Warum denn immer bös' oder gut! Müssen wir nicht mit uns selbst, so wie mit andern, vorlieb nehmen, wie die Natur uns hat hervorbringen mögen.

Goethe, Die guten Weiber (Die guten Frauen als Gegenbilder der bösen Weiber, auf den Kupfern des dießjährigen Damenalmanachs), 1800. Seyton zu Henriette und Armidoro

Charakter hat derjenige, der das Unschöne, das Verwirrte und Verworrene in seinem Leben durch Grundsätze in die engsten Schranken weist; der diese Feinde des Daseins kennt, und bei ihrer, unter allerhand Masken versuchten Wiederkehr bändigt, damit dem klaren, freien Leben Raum verschafft werde.

Coutelle (Hg.), Pharus am Meere des Lebens. Anthologie für Geist und Herz, hg. von Carl Coutelle [I. Ausgabe], 4., sehr verbesserte und vermehrte Auflage 1858 (EA: 1833)

Es ist schimpflich, nicht auf eigenen Füßen zu gehen, sondern sich forttragen zu lassen und mitten im Wirbel der Dinge staunend zu fragen: "Wie bin ich hierher gekommen?"

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 37. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924) Originaltext: Turpe est non ire sed ferri, et subito in medio turbine rerum stupentem quaerere, 'huc ego quemadmodum veni?'

Wer keinen Charakter hat, ist kein Mensch, sondern eine Sache.

Chamfort, Maximen und Gedanken. Charaktere und Anekdoten (Maximes et pensées: Caractères et anecdotes), 1795. In: Die französischen Moralisten. Die Aphorismenbücher in vollständiger Gestalt. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938

Nur ein in Wahrheit vornehmer Sinn verleiht die Gabe, reich ohne Lärm und arm ohne Unfreiheit zu sein.

Schaible (Hg.), Geistige Waffen. Ein Aphorismen-Lexikon, 1901

Leichtes Leben verdirbt die Sitten, aber die Tugendkomödie verdirbt den ganzen Menschen!

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Zum Handeln gehört wesentlich Charakter, und ein Mensch von Charakter ist ein verständiger Mensch, der als solcher bestimmte Zwecke vor Augen hat und diese mit Festigkeit verfolgt.

Hegel, Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse, 1817. Erster Teil. Die Wissenschaft der Logik. Vorbegriff. Näherer Begriff und Einteilung der Logik. § 80. Zusatz

Der größte Reichtum ist die Vernunft, die größte Armut ist die Dummheit, die einsamste Einsamkeit ist die Selbstgefälligkeit, die edelste Abstammung ist ein guter Charakter.

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Dem Menschen ist sein Sinn sein Gott.

Diels/Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vorsokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., 1903-10. 119.

Viele, die nichts Vernünftiges gelernt haben, leben trotzdem vernünftig; dagegen führen viele, die die schändlichsten Handlungen begehen, höchst vernünftige Reden.

Diels/Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vorsokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., 1903-10. 53.

Wer mir verleidet guten Sinn, Ist wenig weiser als ich bin.

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Es ist zweifellos viel wert, Spuren im Sand der Zeit zu hinterlassen, wichtiger aber ist es noch, daß sie auch in eine löbliche Richtung zeigen.

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Wenn man sich nicht darüber einigen kann, was den Menschen ausmacht, dann gibt es kaum noch Dinge, über die man gleicher Meinung sein könnte.

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Aus unzähligen Mosaiksteinen des Lebens ist das Charakterbild eines Menschen entstanden, noch nicht vollendet, aber bunt und klar und einzig in seiner Art.

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Der Charakter des Menschen ist sein Schicksal.

Heraklit, Fragmente. Übersetzt von Johann Wolfgang von Goethe

Wen Glück und Unglück nicht auf die Probe gestellt haben, der stirbt wie ein Reichssoldat, der nie den Feind gesehen hat.

Klinger, Betrachtungen und Gedanken über verschiedene Gegenstände der Welt und der Literatur, 1803-05

Mancher verdirbt, noch ehe er stirbt.

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Dies sei mein Leben: mir nichts zu vergeben, kein Wesen zu scheuen, kein Ding zu bereuen!

Fock, Sterne überm Meer. Tagebuchblätter und Gedichte, 1917 (posthum)

Alle Naturanlagen eines Geschöpfes sind bestimmt, sich einmal vollständig und zweckmäßig auszuwickeln.

Kant, Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht, 1784. Erster Satz

Die Motive bestimmen nicht den Charakter des Menschen, sondern nur die Erscheinung dieses Charakters, also die Taten.

Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, 1819 (mehrfach ergänzt, seit 1844 in zwei Bänden). Erster Band. Zweites Buch. Der Welt als Wille erste Betrachtung: Die Objektivation des Willens

Das Herze rein, Die Sinne fein, Die Seele wahr, Das Auge klar, Dann ist die Bahn des Lebens licht Und zeigt ein holdes Angesicht.

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