Charakter Sprüche – trauerkarte

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O unglückselig ist, wer Menschen quält, Weil es im Unglück ihm an Freunden fehlt.

Saadi, Rosengarten (Golestan, auch Gulistan), um 1259. Übersetzt von Karl Heinrich Graf, 1846

Je leichter der Mensch ist, desto tiefer kann er sinken.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Je edler ein Mensch ist und je mehr in ihm der Geist der Liebe lebt, um so mehr nimmt er den Schmerz der Menschheit in die eigene Seele auf und trägt ihn innerlich mit.

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Wer ein schlechtes Herz hat, kann keinen guten Gedanken hegen.

Langbehn, Der Geist des Ganzen, posthum hg. von B. M. Nissen 1930

Die Namenlosen Engelmenschen sind bei Tag und Nacht Sonder Lohn auf Nächstenwohl bedacht; Mittelmenschen lindern fremde Sorgen Dann nur, wenn sie selber sich geborgen; Teufelmenschen führen eignes Glück Auf des Nächsten Untergang zurück: Aber die von Schadenfreude brennen, Wahrlich, solche kann ich nicht benennen.

Bohlen (Übers.), Die Sprüche des Bhartriharis, 1835

Eigne gute Menschenart kann eine fremde Menschenart allein verstehen, trösten und ahnen.

Herder, Übers Erkennen und Empfinden in der menschlichen Seele (alternativer Titel: Vom Erkennen und Empfinden der menschlichen Seele), entstanden 1774, Erstdruck 1778 (anonym)

Der böse Charakter vertraut in der Not nicht auf den Beistand anderer; ruft er ihn an, so geschieht es ohne Zuversicht: erlangt er ihn, so empfängt er ihn ohne wahre Dankbarkeit.

Schopenhauer, Die beiden Grundprobleme der Ethik, 1841. Preisschrift über die Grundlage der Moral

Das Abfaulen und Abdorren des Menschen, an dem nichts mehr Mensch ist, ist entsetzlich.

Pestalozzi, Lienhard und Gertrud, 4 Bde., 1781-87

Es ist traurig zu erkennen, dass ich das Glück ebenso wenig zu ertragen verstand als das Unglück.

Tolstoi, Tagebücher. 1854

Sie, Wolf im Schafspelze! Aber warten Sie, es dürfte sich auch noch ein Gerber für Ihren Pelz finden.

Aachener Kritische Revue, 1891-94

Dem Seelenlosen ist alles seelenlos.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Eines Menschen leidige Dornen, die bei Gelegenheit hervortreten, verletzen den Eigner derselben wohl am meisten.

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Die Menschen können sich nicht vorstellen, daß man ihnen das Unglück zufügen könnte, welches anderen zuzufügen sie ganz natürlich finden.

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Es ist ein großes Unglück, wenn wir durch unsern Charakter die Rechte verlieren, die uns unsere Talente über die Gesellschaft geben.

Chamfort, Maximen und Gedanken. Charaktere und Anekdoten (Maximes et pensées: Caractères et anecdotes), 1795. In: Die französischen Moralisten. Die Aphorismenbücher in vollständiger Gestalt. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938. Von Gelehrten und Schriftstellern

Ein großer und freier Geist wird einen Verlust nicht im Verbund mit Schande ertragen können.

Plinius der Jüngere, Briefe (Epistulae). Buch VI, Brief 8: C. Plinius Prisco Suo S. Übers. Internet Originaltext: Non feret magnum et liberum ingenium cum contumelia damnum

Achte darauf, dass deine Großzügigkeit nicht zu sorglos erscheint.

Cicero, Briefe. An M. Brutus. Übers. Internet Originaltext: Illud consideres, ne tua liberalitas dissolutior videatur.

Auch Rechtschaffenheit ist nicht ohne Schuld.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 1.12a. Übers. Internet Originaltext: Bonitas sine crimine nil est.

Selig sind diejenigen, welchen eigenes Unglück nicht das Herz für fremdes verhärtet.

Peters, Aphorismen, 1931

Jedes Mal, wenn ich kleine Papierquadrate in eine Schüssel mit Flüssigkeit fallen lasse, habe ich einen eigenartigen und fürchterlichen Geschmack im Mund.

Tesla, My Inventions I − My Early Life, 1919. Übers. Internet

Es ist schwachen Naturen gleichsam als Entschädigung gegeben, dass sie leicht vergessen und lustig weiter schwimmen auf der Oberfläche.

Keiter, Aphorismen von M. Herbert (i. e. Therese Keiter), 2. Auflage 1904 (EA: 1895)