Charakter Sprüche – zitat

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Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir, wer du bist; weiß ich, womit du dich beschäftigst, so weiß ich, was aus dir werden kann.

Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1821; erweitert 1829. 2. Buch, 11. Kap.

Im Überfluß zu sündigen, ist schlimmer als Lüg' aus Not, und Falschheit zeigt sich böser im König als im Bettler.

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Von Hundert, die von ›Menge‹, von ›Herde‹ reden, gehören neunundneunzig selbst dazu.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1911

Obgleich das Genie stets Bewunderung hervorruft, wird doch dem Charakter die meiste Ehrfurcht gezollt.

Smiles, Der Charakter (Character), 1871

Jemand, der mehr Fähigkeit als Charakter besitzt, gehört nicht zu den wertvollen Menschen.

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Die buntesten Vögel singen am schlechtesten, gilt auch von Menschen, und wo Prachtstil [ist] wie bei Zimmermann, da muß [man] nie tiefe Gedanken suchen.

Lichtenberg, Sudelbuch F, 1776-1779. [F 1225]

Nie zeichnet der Mensch den eignen Charakter schärfer als in seiner Manier, einen fremden zu zeichnen.

Jean Paul, Titan, 4 Bde., 1800-1803. Vierter Band. 28. Jobelperiode. 110. Zykel

Unter den Menschen und Borsdorferäpfeln sind nicht die glatten die besten, sondern die rauhen mit einigen Warzen.

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Zweites Heftlein. 25. Hundposttag

Ein Charakter ist wie ein Baum und der gute Ruf wie sein Schatten.

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Der hat mit Größe sich nicht geputzt, wer große Namen nur beschmutzt.

Saadi, Rosengarten (Golestan, auch Gulistan), um 1259. Übersetzt von Friedrich Rückert

Den wahren Charakter eines Menschen erkennt man daran, was er tun würde, wenn ihm seine Tat nie nachgewiesen werden könnte.

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Der Maßstab für den Charakter eines Menschen ist nicht das, was er von seinen Vorfahren erhält, sondern das, was er seinen Nachkommen hinterlässt.

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Geld, sagt man, verdirbt den Charakter. Manche haben beides nicht.

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Ein armes, erbärmliches Tier ist der Mensch, wie er in der Regel ist, dem fremde Autorität die Stelle eigenen Urteils vertreten muß.

Schopenhauer, A., Nachlass. Pandectae II (1836)

Was vom Affen kommt, will lausen; was von Katzen kommt, will mausen.

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Ein Mensch zeigt nicht eher seinen Charakter, als wenn er von einem großen Menschen oder irgend von etwas Außerordentlichem spricht. Er ist der rechte Probierstein aufs Kupfer.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Literatur und Leben

Niemand ist vom Charakter her so schlecht, als daß er als schlecht erscheinen wollte.

Quintilian, Anleitung zur Beredsamkeit (Institutio oratoria). 3, 8, 44

[...] daher ein sogenannter Mann von festen Grundsätzen gewöhnlich nur ein Mensch ist, dessen äußere Lage glücklicherweise stets mit seinen Neigungen übereinstimmt.

Kotzebue, Kleine Romane, Erzählungen, Anecdoten und Miscellen, 1805 (erweiterte Ausgabe 1842)

Denn nur vom Edeln kann das Edle stammen.

Schiller, Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören, 1803. Chor

Es werden mehr Eicheln gegessen als Ananas – aber von wem?

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Ehe der Körper eines großen Mannes Asche ist, kann man selten mit einiger Richtigkeit über seinen Charakter urteilen.

Seume, Apokryphen, 1806/07; erster vollständiger Druck in: Prosaische und poetische Werke, Berlin 1869