Dankbarkeit Sprüche – kurz

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Wie schnell der Dank der Menschen doch verweht Und Undank wird [...]!

Sophokles, Ajax (auch Aias oder Rasender Ajax), ca. 449 v. Chr. Teukros, übersetzt von Wilhelm Jordan 1862

Es sind nicht viele, bei denen die Dankbarkeit länger dauert als die Gabe; häufiger ist's, dass das Geschenkte nicht länger in der Seele bleibt, als im Gebrauch.

Seneca, Von den Wohltaten (De Beneficiis). I, 12. Übersetzt von J. M. Moser (1829). Originaltext: Apud paucos post rem manet gratia; plures sunt, apud quos non diutius in animo sunt donata quam in usu

Im allgemeinen habe ich bemerkt, daß man sich bei den Menschen so wenig wie möglich bedanken muß, weil die Dankbarkeit, die man ihnen bezeugt, ihnen die Überzeugung beibringt, sie könnten zu viel getan haben! Ich habe mehr als einmal Leute, die im Begriff standen, eine gute Tat zu vollbringen, davon Abstand nehmen sehen, weil diejenigen, für die sie eintreten wollten, aus dankbarer Erregung heraus ihrem Anerbieten eine zu übertriebene Bedeutung beimaßen.

Constant, Tagebuch (Journal intime), 1804-1816

Wer für alles gleich Dank begehrt, Der ist selten des Dankes wert.

Trojan, J., Gedichte. 1912

Die mir eine Gabe reichen, umwedle ich, die mir nichts geben, belle ich an, und die Schurken beiße ich.

Diogenes Laertius, Leben und Meinungen berühmter Philosophen. VI, 60. Übersetzt von Otto Apelt (1921). Diogenes Antwort auf die Frage, wie er zu dem Namen Hund (kyon) komme

Nicht nach dem Umfang seines Vermächtniß' Wird dem Dichter der Nachwelt Dank; – Mehr ist ein Lied in der Menschen Gedächtniß, Als dicke Bände im Bücherschrank.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1891

Dank ist ja vielmehr eine Verfassung, denn eine Aussprache.

Rilke, R. M., Briefe. An Karl und Elisabeth von der Heydt

Das Beste in der Welt bleibt ohne Dank.

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908

Ein wohltuender Dank ist noch viel seltener als ein wohltuendes Geben.

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908

Die Dankbarkeit ist eine Tugend, die vor empfangener Wohltat sich geräuschvoll ankündigt, um nach Erfüllung ihrer Wünsche meist geräuschlos zu verschwinden.

Dechent, Was mich das Leben gelehrt, 1927