Dankbarkeit Sprüche – liebe

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Begegnet uns jemand, der uns Dank schuldig ist, gleich fällt es uns ein. Wie oft können wir jemand begegnen, dem wir Dank schuldig sind, ohne daran zu denken!

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus den Wahlverwandtschaften, 1809, Aus Ottiliens Tagebuche

Leider läßt sich eine wahrhafte Dankbarkeit mit Worten nicht ausdrücken, und ebensowenig darf sie an eine unmittelbare Wiedervergeltung denken.

Goethe, J. W., Briefe. An Adelheid Amalia Fürstin von Gallitzin, 6. Februar 1797

Eine feine Seele bedrückt es, sich jemanden zum Dank verpflichtet zu wissen, eine grobe, sich jemandem.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Erster Band. Sechstes Hauptstück. Der Mensch im Verkehr

Kann wohl jemand dankbar sein gegen einen Menschen, der eine Wohltat entweder übermütig hingeschleudert, oder ihm im Zorne an den Hals geworfen, oder der den Bitten müde seine Hand aufgetan hat, nur um nicht mehr belästigt zu sein?

Seneca, Von den Wohltaten (De Beneficiis). I, 1. Übersetzt von J. M. Moser (1829) Originaltext: Gratus adversus eum esse quisquam potest, qui beneficium aut superbe abiecit aut iratus inpegit aut fatigatus, ut molestia careret, dedit?

Dank ist keine Erniedrigung, sondern ein Zeichen hellen Verstandes, welcher die Verhältnisse erkennt, und ein Zeichen eines guten Gemütes, welches der Liebe fähig ist. Denn wer nicht danken kann, kann auch nicht lieben.

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Wer nicht danken kann, kann auch nicht lieben.

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Auf ein kleines Geschenk darf das Auge so mit Freude sehen, wie du selbst der Sonne für den Schatten dankbar sein sollst.

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Die Bitte ist immer heiß, der Dank kalt.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Nur freie Menschen sind einander wahrhaft dankbar.

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Fast alle Menschen tragen gern kleine Verbindlichkeiten ab; viele empfinden Erkenntlichkeit für größere, aber fast niemand hat für die großen etwas anderes als Undankbarkeit.

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Dankbarkeit ist ein ausgeprägter Sinn für Gefälligkeiten, die noch ausstehen.

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Meiner lieben Schwiegertochter Alma Zeitungbringerin, Fliegenwedelschwingerin, Fehllose Jägerin, Treffliche Totschlägerin, Liebe Beleberin, Kleinmutes Heberin, Sorgenabwenderin, Trostredespenderin, Leidens Abfragerin, Besserungswahrsagerin, Leisanschweberin, Arzeneigeberin, Stundenmahnerin, Zeitvertreibsanbahnerin, Temperaturspürerin, Feuernachschürerin, Witterungskünderin, Lampendochtanzünderin, Morgenbegrüßerin, Abendrastversüßerin, Nachtvorleserin, Bücheramtsverweserin, Allzeitunterhalterin, Gesprächsstoffsentfalterin, Wunschablauscherin, Dienstrollentauscherin, Allesbeschickerin, Allesüberblickerin, Allesbestreiterin, Krankenkostbereiterin, Festgabebedenkerin, Weihnachtsentenschenkerin, Engelverwenderin, Enkelzuspruchsenderin, Ordnerin, Schmückerin, Kopfkissenrückerin, Pfeifenkopfstopferin, Flaschenpfropfentpfropferin, Schlummerbecherfüllerin, Kalter Knie Umhüllerin, Nachtruhanwünscherin, Wenn ich wachensmatt bin, Heimlich schwach schachmatt bin, Treue Mitträgerin Mitpflegerin Neben deiner Schwägerin, Schwiegerkind, Söhnerin, Versöhnerin, Beschönerin, Unbelohnt Taglöhnerin, Allzeit frohe Frönerin, Liebliche Verwöhnerin: Nimm dies Liebeszeichen hin, Wie ich dir dankbar bin.

Rückert, Gedichte. Weihnachten 1865

Es gibt auf der Welt kaum ein schöneres Übermaß als das der Dankbarkeit.

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Der Dank ist für kleine Seelen eine drückende Last, für edle Herzen ein Bedürfnis.

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Die Dankbarkeit ist kein Unkraut, das auf jedem Boden gedeiht; sie ist eine zarte, feine Pflanze, die in der harten, verdorrten Erde sowenig als im nassen, verschwemmten Boden gut fortkommt.

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Dankbarkeit ist der Himmel selber, und es könnte kein Himmel sein, gäbe es die Dankbarkeit nicht.

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Neige dich der Hand zu, die dich beschenken will.

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Die Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens.

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Dankbarkeit ist eine Frucht, die sorgfältige Pflege verlangt. Bei unfeinen Menschen gedeiht sie nicht.

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Du gehst wie das Licht, wie der Blick über schwindelnde Abgründe hin du, unser lebendiges Glück unser Stimmen seliger Sinn Unsere Tränen sind unser Speise wenn du auf den Schwingen der Nacht unsichtbar, himmlisch leise die Dankbarkeit zu uns gebracht

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Wenn dein Freund dich mit Linsen bewirtet hat, bewirte ihn mit Fleisch. Warum? Weil er dich als erster bewirtet hat.

Midrasch Raba. Zu 1. Mose 38