Dankbarkeit Sprüche – sprichwort

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Begegnet uns jemand, der uns Dank schuldig ist, gleich fällt es uns ein. Wie oft können wir jemand begegnen, dem wir Dank schuldig sind, ohne daran zu denken!

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus den Wahlverwandtschaften, 1809, Aus Ottiliens Tagebuche

Ich weiß wohl, daß man dem das Mögliche nicht dankt, von dem man das Unmögliche gefordert hat.

Goethe, J. W., Briefe. An Caroline Herder, 30. Oktober 1795

Wer den Acker pflegt, den pflegt der Acker.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Wer Reis isst, vergesse nicht den Sämann.

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Wem andere Dank schulden, der hat einen schönen Schatz.

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Wer für die Ähre dankt, der bekommt eine Garbe.

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Es ist mit der Dankbarkeit wie mit der Redlichkeit der Kaufleute: sie hält den Handel aufrecht. Wir bezahlen nicht, weil es gerecht ist, sondern um leichter Leute zu finden, die uns borgen.

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Des Herren Wein ist der Dank des Mundschenks.

Petronius, Satyricon

Den wahren Geschmack des Wassers erkennt man in der Wüste.

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Warum sagt man eigentlich dankbar? Weil der Mensch gewöhnlich keinen Dank bar ausdrückt.

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Säe Bohnen, du erntest Bohnen. Säe Melonen, du erntest Melonen. Wie andern du tust, wird man dir lohnen.

Jingu qiguan, Die seltsamen Geschichten aus alter und neuer Zeit

Wenn dein Freund dich mit Linsen bewirtet hat, bewirte ihn mit Fleisch. Warum? Weil er dich als erster bewirtet hat.

Midrasch Raba. Zu 1. Mose 38

Nach einem guten Festmahl knausert man nicht mit Kleingeld.

Ibsen, Baumeister Solness (Bygmester Solness), 1892

Die Pferde rennen nach dem Lohn, und die Esel erhalten ihn.

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Es ist noch jeder leicht durch diese Welt geschritten, Der gut zu danken wusst', und wusste gut zu bitten.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen. Parabeln, Märchen und Gedichte (= Gesammelte Schriften, 1. Band), 1893

Die Kuh sagt nicht "Danke" zur Weide.

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Viel danken heißt, heimlich mehr bitten.

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Es ist keine Pflicht unausweichlicher als die, Dank abzustatten.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Originaltext: Nullum enim officium referenda gratia magis necessarium est.

Der geschenkte saure Apfel gilt für süß.

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Wer Wein verdient, soll nicht Wasser bekommen.

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Alle Belohnung muß bis zum Urheber gehen. Wenn der Urheber belohnt wird, so kann sich kein Fehler einschleichen.

Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We (Lüshi chunqiu), 239 v. Chr.; übersetzt von Richard Wilhelm 1928. Zweiter Teil. Buch XXIV - Bu Gou Lun. 2. Kapitel: Lob der Tüchtigen / Dsan Nong