Dankbarkeit Sprüche – sprichwort

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Wo ich aß und nicht trank, Da weiß ich keinen Dank.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Im Dank verschlingt sich alles Sein.

Morgenstern, C., Gedichte. Wir fanden einen Pfad. Aus: Die Fußwaschung

Wer dankt, bekommt immer mehr zum Danken.

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Vor dem Baum, der Schatten wirft, soll man sich verneigen.

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Und sie erhoben die Hände zum lecker bereiteten Mahle.

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Sei wohltätig gegen jedermann als ein Blinder und empfange eine Wohltat als ein Sehender.

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Im allgemeinen habe ich bemerkt, daß man sich bei den Menschen so wenig wie möglich bedanken muß, weil die Dankbarkeit, die man ihnen bezeugt, ihnen die Überzeugung beibringt, sie könnten zu viel getan haben! Ich habe mehr als einmal Leute, die im Begriff standen, eine gute Tat zu vollbringen, davon Abstand nehmen sehen, weil diejenigen, für die sie eintreten wollten, aus dankbarer Erregung heraus ihrem Anerbieten eine zu übertriebene Bedeutung beimaßen.

Constant, Tagebuch (Journal intime), 1804-1816

Menschen sind in dem gleichen Maße dankbar, als sie rachgierig sind.

Pope, Gedanken über verschiedene Gegenstände (Thoughts on Various Subjects), gemeinsam mit Jonathan Swift verfasst

Wer für alles gleich Dank begehrt, Der ist selten des Dankes wert.

Trojan, J., Gedichte. 1912

Unter Dankbarkeit versteht man gemeinhin die Bereitwilligkeit, lebenslänglich Salbe aufzuschmieren, weil man einmal Läuse gehabt hat.

Kraus, Sprüche und Widersprüche, 4. Auflage 1924 (EA: 1909). III. Mensch und Nebenmensch

Seiner Dankbarkeit rühmt man sich gewöhnlich wie einer erteilten Wohltat.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Dem sagt man jetzt altväterlich, wenn ein Mensch von Herzen für eine Wohltat danket; man sollte sich schämen.

Keller (Hg.), Ein Gotthelf-Wort für jeden Tag. Ausgewählt und zusammengestellt von Helene Keller, Bern 1935

Alle aber hassen den, der einer Wohltat nicht eingedenk ist.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Omnem enim immemorem beneficii oderunt

Der gewöhnliche Mensch ist nicht dankbar.

Keiter, Lebenssprüche und Zeitbetrachtungen, 1910