Dankbarkeit Sprüche – zukunft

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Dem schönen Tag sei es geschrieben! Oft glänze dir sein heiteres Licht. Uns hörtest du nicht auf zu lieben doch bitten wir: Vergiß uns nicht!

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand. 1827, An Personen: Der Liebenden, Vergeßlichen zum Geburtstage

Danke doch lieber für das, was du bekommen hast; auf das andere warte und freue dich, dass du noch nicht alles hast.

Seneca, Vom Zorn oder Über den Zorn (De Ira). III, 31. Übersetzt von Otto Apelt (1923)

Dankbarkeit ist ein ausgeprägter Sinn für Gefälligkeiten, die noch ausstehen.

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Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch.

Neues Testament. Der erste Brief des Paulus an die Thessalonicher (#1.Thess 5,16-18)

Am guten Tage sei guter Dinge, und am bösen Tag bedenke: Diesen hat Gott geschaffen wie jenen, damit der Mensch nicht wissen soll, was künftig ist.

Altes Testament. Der Prediger Salomo (Kohelet) (#Pred 7,14)

Frühlingsdanksagung Wir haben die schwere Prüfung des Winters überstanden, den Hunger, die Winde, den Schmerz und die Krankheit, und weitergelebt. Wir trauern um die Großeltern, Eltern, Kinder und Geliebten, die von uns gegangen sind. Aufs neue werden wir den Schnee schmelzen sehen, die strömenden Säfte schmecken, die knospenden Saaten berühren, die aufspringenden Blüten riechen, die Erneuerung des Lebens erfahren.

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Wer von den Menschen Dankbarkeit hofft, der erwartet Thränen aus den Augen einer Leiche.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Wann dann zwischen dreihundertfünfundsechzig Regentagen des Leidens nur ein Sonnentag der heiteren Freude und des Mutes hervorlacht, so will ich alle jene Regentage vergessen und mein dankbares Auge nur auf diesen sonnigen Freudentag heften und den Herren preisen, daß er mir wenigstens diesen gegeben hat.

Keller, Das Tagebuch und das Traumbuch, Basel 1942 (posthum). 8. Juli 1843

Die Sorge von morgen stiehlt uns den Dank für gestern.

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Indes das Leben andern zwischen Hoffen und Wünschen, zwischen Furcht und Zorn entschlüpft, nimm du den Tag, der anbricht, für den letzten: So wird dir jede unverhoffte Stunde, die noch hinzu kommt, desto werter erscheinen.

Horaz, Briefe (Epistolae). I, 4, 12f. Übersetzt von Christoph Martin Wieland

Jedem Monat blüht sein Schönes, Selbst in Sturm und Schnee und Eis; Wenn man's nur zu finden weiß!

Voß, J. H., Gedichte. Aus: Die Märzfeier

Ungewitter Horch und sieh! Die Blitze dröhnen Und die dumpfen Täler stöhnen, Die Natur im Fiebertraum Wälzt Gewitter durch den Raum. Wenn mich das Gewirr umschauert, In der Luft der Zufall kauert, Mahnt ein Götterbote mich: "Daß du Mensch bist, freue dich! Sollen all' die Graungewalten Zur Bedeutung sich gestalten, Müssen sie, dir untertan, Deiner Macht sich schmiegen an. Du nur schaffst durch dein Beraten Dieses Wurfspiel um zu Taten, Hauchst in den verworrnen Drang Sprache, Geist und Seelenklang!"

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Ich möchte laut über die Mauern hinausrufen: O bitte beachten Sie doch diesen herrlichen Tag! Vergessen Sie nicht, wenn Sie noch so beschäftigt sind, den Kopf zu heben und einen Blick auf diese riesigen, silbernen Wolken zu werfen und auf den stillen blauen Ozean, in dem sie schwimmen. Beachten Sie doch die Luft, die vom leidenschaftlichen Atem der Lindenblüten schwer ist, und den Glanz und die Herrlichkeit, die auf diesem Tag liegen; denn dieser Tag kommt nie, nie wieder!

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Die Dankbarkeit ist die Tugend der Nachwelt.

Fischer, Akademische Reden, 1862

Ich sank hinunter zu der Berge Gründen, der Erde Riegel schlossen sich hinter mir ewiglich. Aber du hast mein Leben aus dem Verderben geführt, Herr, mein Gott! Als meine Seele in mir verzagte, gedachte ich an den Herrn, und mein Gebet kam zu dir in deinen heiligen Tempel. Die sich halten an das Nichtige, verlassen ihre Gnade. Ich aber will mit Dank dir Opfer bringen. Meine Gelübde will ich erfüllen dem Herrn, der mir geholfen hat.

Altes Testament. Der Prophet Jona (#Jona 2,7-10)

Und hat der Herbststurm mich verschlagen, War nicht des Lenzes Sonne mein? Und kommt der Frost in rauhen Tagen, Soll ich dem Mai nicht dankbar sein?

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Thränen der Dankbarkeit sind stumme Boten, die an die Himmelspforte der Vergeltung klopfen, und sie bleibt ihnen nicht verschlossen.

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Der Kranke »Oft zu sterben wünscht ich mir ... Und wie dankbar bin ich doch, daß ich leb und leide noch im gesetzten Nun und Hier. Bleibt mir doch damit noch Zeit, abzubauen manch Gebrest, komm ich nimmer auch zum Rest, werd ich besser doch bereit. Wenn ich jetzt nicht wirken kann, helf ich also doch dem Mir, das dereinst nach Nun und Hier wirken wird im Dort und Dann.«

Morgenstern, C., Gedichte. Wir fanden einen Pfad

Zwischen Himmel und Erde Aus der Wüste aufgerichtet – Strebt mein Leben in die Sterne, Hat sich kühn ein Reich erdichtet, Das sich dehnt zur fernsten Ferne. Laut ruf ich des Himmels Kunde, Durch der Erde weite Hallen, Denn ich fühle mich im Bunde Mit des Weltalls Wundern allen. Fühl mich selber als ein Wunder: Bald beschenkt und bald ein Schenker, Fliegend auf und tauchend unter … … Herr, bleib meines Lebens Lenker!

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Das Herrlichste der Welt ist, einen neuen Tag zu sehen.

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Wir danken nie mit größerer Innigkeit, als wenn wir neue Gunst erwarten.

Fonseca, Maximen, Gedanken und Betrachtungen, in: Das Ausland. Ein Tageblatt, Kunde des geistigen und sittlichen Lebens der Völker: Brasilianische Literatur, Nr. 215 vom 3. August 1839