Ehe Sprüche

Sprüche über Ehe

1017 Sprüche in dieser Kategorie

Selbst das Unangenehme und Beschwerliche des häuslichen Standes hat, wenn wir zu gewissen Jahren gelangen, weniger Fürchterliches für uns als das Vakuum eines ehelosen Alters. Hiervon hat der junge, lebhafte, jovialische Mensch keinen Begriff.

Internet

Eine stille, ernsthafte Frau ist übel daran mit einem lustigen Manne. Ein ernsthafter Mann nicht so mit einer lustigen Frau.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Friedrich Wilhelm Riemer, 5. März 1809

Ich fügte hinzu, daß zwar der Verstand der Männer sich nach Haushälterinnen umsehe, daß aber ihr Herz und ihre Einbildungskraft sich nach anderen Eigenschaften sehne.

Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. 7. Buch, 6. Kap., Therese zu Wilhelm

Die Äcker grenzen nachbarlich zusammen, Die Herzen stimmen überein – das stiftet Ein gutes Ehband!

Schiller, Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie, 1801. Prolog, 1. Auftritt, Thibaut d'Arc

Es ist schlimm, wenn zwei Eheleute einander langweilen; viel schlimmer jedoch ist es, wenn nur einer von ihnen den andern langweilt.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1880

Soviel die Erde Himmel sein kann, soviel ist sie es in einer glücklichen Ehe.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1880

Eine Vernunftehe schließen, heißt in den meisten Fällen, alle seine Vernunft zusammen nehmen, um die wahnsinnigste Handlung zu begehen, die ein Mensch begehen kann.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1880

Manche Ehen sind ein Zustand, in dem zwei Leute es weder mit noch ohne einander durch längere Zeit aushalten können.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen (in: Sämtliche Werke, Erster Band), 1920

Ehen werden im Himmel geschlossen, aber daß sie gut geraten, darauf wird dort nicht gesehen.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen (in: Neue Monatshefte für Dichtkunst und Kritik), 1876

Wenn der Mann das Amt hat und die Frau den Verstand, dann gibt es eine vortreffliche Ehe.

Ebner-Eschenbach, Tagebuchblätter (in: Velhagen Klasings Monatshefte, Bd. 17.1), 1902-03

Zu einer glücklichen Ehe gehören meist mehr als zwei Personen.

Internet

Die Ehe ist ein Versuch, zu zweit wenigstens halb so glücklich zu werden, wie man allein gewesen ist.

Ronner (Hg.), Die treffende Pointe, 3. Auflage 1979 (EA: 1974)

Ehe ist gegenseitige Freiheitsberaubung in beiderseitigem Einvernehmen.

Internet

Das Glück des verheirateten Mannes besteht in den vielen Frauen, die er nicht geheiratet hat.

Internet

Jedes Experiment ist wertvoll, und was man auch gegen die Ehe sagen kann, sie ist sicher ein Experiment.

Wilde, Das Bildnis des Dorian Gray (The Picture of Dorian Gray), 1890

Es gibt nur eine Tragödie im Leben der Frau: Daß ihre Vergangenheit stets ihr Geliebter und ihre Zukunft stets ihr Mann ist. Ein idealer Gatte.

Wilde, Ein idealer Gatte (An Ideal Husband), 1895

Zwanzig Jahre Romantik machen eine Frau zu einer Ruine. Zwanzig Jahre Ehe machen sie zu einem fast öffentlichen Gebäude.

Wilde, Sätze und Lehren zum Gebrauch für die Jugend (Phrases and Philosophies for the Use of the Young), 1894

Der einzige Reiz der Ehe ist, daß sie ein Leben der Täuschung für beide Teile absolut notwendig macht.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Im Eheleben kommt die Liebe, wenn die Leute einander gründlich mißfallen.

Internet

Die hauptsächlichste Gefahr der Ehe liegt darin, daß man selbstlos wird. Selbstlose Leute sind farblos.

Wilde, Das Bildnis des Dorian Gray (The Picture of Dorian Gray), 1890

Die eigentliche Grundlage der Ehe ist tiefes Einander-Mißverstehen.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)