Ehe Sprüche – hoffnung
14 Sprüche gefunden
Eine verstimmte Frau ist ebenso ein Druck, wie eine heitere, die einem Flügel leiht.
Ich danke Dir mein Wohl, mein Glück in diesem Leben. Ich war wohl klug, daß ich Dich fand; Doch ich fand nicht. Gott hat Dich mir gegeben; So segnet keine andre Hand.
Nur ein Mann kann glauben, daß das Glück einer Frau darin liegt, dem Mann zu dienen und zu gefallen.
Die zweite Ehe ist der Triumph der Hoffnung über die Erfahrung.
Das Hospital Elmire war zur Witwe worden Und nahm sich vor, nicht mehr zu frein. Allein sie war noch jung; was macht man ganz allein? Ich dächte doch, sie könnte wieder frein; Der Witwenstand ist ein betrübter Orden! Elmire sah's und schritt zur zweiten Wahl; Allein sie war das erstemal Nicht gar zu wohl verwahret worden. Denn leider sind die Zeiten so betrübt, Daß es viel böse Männer gibt. Elmire tat daher ein feierlich Gelübd', Indem sie sich zur zweiten Ehe schickte: Sie wollte, wenn es ihr mit ihrem Manne glückte, Ein Hospital für fromme Männer baun; Denn sie war reich. Und kurz, sie ließ sich wieder traun. O welche Lust erfolgt oft nach dem Leide! Das war ein Mann, ein allerliebster Mann! Fromm wie ein Kind, gefällig wie die Freude, Und der auf nichts, als ihr Vergnügen sann. Wie hätte sie sich ihn denn besser wünschen mögen? Sie ließ geschwind den Grund zum Hospitale legen. - Vier Wochen strichen hin. Nun war der Grund gelegt, Und bald wird man das erste Stockwerk sehen: Doch nein, Elmire kömmt, und heißt, vom Zorn bewegt, Die Maurer auseinandergehen. Wie? Sollt' es nicht mehr gut in ihrer Ehe stehen? Das kann nicht möglich sein, sie sind ja kaum getraut! Nun kurz und gut, es ward nicht fortgebaut; Und ungefähr nach einem halben Jahre Lag dieser Mann auch auf der Bahre. Der liebe Mann! Die Frau schwört Stein und Bein, Ihr Leben lang nicht mehr zu frein; Und doch war sie nach zweiundfünfzig Wochen - Der Bau muß ja vollendet sein! - Bereits das dritte Mal versprochen. Oh, das war erst ein würdiger Gemahl! Verständig, zärtlich und verbindlich, Nicht eigensinnig, nicht empfindlich; Er bat da nur, wo jener wild befahl; Die Blicke seiner Frau erfüllt er als Befehle - Kurz, beide waren recht ein Herz und eine Seele. Die gute Frau! Ich gönn ihr diesen Mann. Allein sie wollte doch nicht trauen. Sie fing nicht gleich wie eh'mals an zu bauen. Ich lobe sie darum, und hätt es selbst getan. Der Henker mag den Männern trauen, Wenn man so leicht zweimal sich irren kann. Sie fand nunmehr nach einem halben Jahre Den Gatten noch so liebenswert Als an dem Tag, da er, gefragt vor dem Altare, Ihr durch ein seufzend Ja sein zärtlich Herz erklärt. Der Bau wird fortgesetzt. Ich seh' Elmiren kommen. Wie freundlich sieht sie diesmal aus! »Ach Meister, fördert doch das Haus! Warum habt Ihr's denn angenommen? Ich geb' Euch ja das Geld voraus; Laßt doch noch mehr Gesellen kommen!« Ei, das geht gut! Ich kann mich nicht genug erfreun; Das muß ein rechter Ehmann sein! Die Mäurer fördern sich, und binnen vierzehn Tagen Sieht man das erste Stockwerk stehn; Und nun läßt sich Elmire wieder sehn. Man sieht's ihr an, sie hat etwas zu sagen; Vielleicht sah sie die Mäurer müßig stehn? Denn leider pflegt's so herzugehn. Vielleicht hat man am Bau etwas versehn? Das sollte mich doch selbst verdrießen. Jetzt öffnet sie den Mund; nun wird sich's zeigen müssen. »Ach«, fängt sie heftig an zu schrein, »Hört auf, und reißt den Plunder ein! Ich lasse keinen Stein mehr tragen; Wofür verbaut' ich denn mein Geld? Für Männer, die die Weiber plagen? Denn and're gibts nicht auf der Welt.« Die böse Frau! Man sollte sie verklagen.
Kann eine Frau nicht ein helles und glückliches Dasein schaffen, so daß es der reinlichste, angenehmste Platz wird, den der Mann als Zuflucht und Ruheplatz nach den Arbeiten und Sorgen der Welt finden kann, dann helfe Gott dem Armen; denn er ist thatsächlich heimatlos.
Glück und Häuslichkeit! dir gleicht keines. Du bist der Zauber, den die gütige Gottheit um den niederen Thron dieser zerbrechlichen Maschine legte, um den edlern Geist über seine Einkerkerung zu trösten.
Möge es dir nicht beikommen, dein Weib zu mißhandeln, dessen Kraft geringer ist als die deine, sondern möge es in dir einen Beschützer finden.
Ein Ehmirakel sollt ihr sehn Im ewig-treuen Bund! Nur bleibe Liebchen jung und schön, Ich munter und gesund.
Ein Hafen ist ein reizvoller Aufenthalt für eine im Lebenskampf erschöpfte Seele.
Des Gottesfriedens Heimat ist das Haus.
Einen Freund über seinen Liebeskummer zu trösten Wir müssen immer wieder uns begegnen und immer wieder durch einander leiden, bis eines Tages wir das alles segnen. An diesem Tage wird das Leiden weichen, das Leiden wenigstens, das Blindheit zeugte, das uns wie blinden Wald im Sturme beugte. Dann werden wir in neues Ziel und Leben wie Flüsse in ein Meer zusammenfließen, und kein Getrenntsein wird uns mehr verdrießen. Dann endlich wird das » ... suchet nicht das Ihre« Wahrheit geworden sein in unsern Seelen. Und wie an Kraft wird's uns an Glück nicht fehlen.
Eine törichte Frau bricht die Kraft; aber eine verständnisvolle verdoppelt sie.
Für jede Frau, die aus ihrem Mann einen Narren macht, gibt es eine andere, die imstande ist, ihn wieder zu heilen.