Ehe Sprüche – nachdenklich

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Adam muß eine Eva han, auf sie zu schieben, was er getan.

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Es ist die Art des Mannes, der Frau nachzugehen, aber es ist nicht die Art der Frau, dem Manne nachzugehen.

Kidduschin 2

Verächtlich ist der Ehemann, der seine eigene Schande in der Ehrlosigkeit der Frau fühlt und doch erträgt.

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Den Ruck gibt man am zögerlichsten sich selbst!

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Es ist Religion, an keinen Gott zu glauben – ihn glauben heißt, ihn lästern.

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Bei Unverträglichkeit gedeiht kein Feur im Haus, Der eine bläst es an, der ander bläst es aus.

Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839. Originaltext

Oft gehört nichts dazu, den Ehemann zu stillen, der 100 Fehler vorwirft, als sie alle rein-denkend zuzugestehen.

Jean Paul, Bemerkungen über den Menschen, 1803-1817. Februar 1803

Was? Sieben Sakramente zählen Die Herren Theologen? Ei! Für Leute, welche niemals fehlen, Heißt das doch gröblich sich verzählen! Sind Buß' und Eh' nicht einerlei?

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Ein Hafen ist ein reizvoller Aufenthalt für eine im Lebenskampf erschöpfte Seele.

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Es gäbe viel weniger Enttäuschungen, wenn die Menschen vor der Ehe nicht so sehr danach fragten, wie der andere Mensch ist, sondern wie er auf ihn wirkt.

Merian (Hg.), Trotzdem. 366 deutsche Gedanken und Gedichte, Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1926

War man zu sanft und stoisch im ehlichen Zank, so braust's nachher auf, und man vergibt schwerer. War man zu wild: so bereuet man und vergibt leichter.

Jean Paul, Bemerkungen über den Menschen, 1803-1817. August 1811