Ehe Sprüche – romantisch

55 Sprüche gefunden

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Ich fügte hinzu, daß zwar der Verstand der Männer sich nach Haushälterinnen umsehe, daß aber ihr Herz und ihre Einbildungskraft sich nach anderen Eigenschaften sehne.

Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. 7. Buch, 6. Kap., Therese zu Wilhelm

Hast du etwas auf dem Herzen Wider deinen Mann, Laß es zwischen euch nicht werden, Gattin, einen Bann! Willst du grollen? Willst du schmollen? O du wagst unendlich viel, Du verfehlst gewiß dein Ziel, Setzest Lieb' aufs Spiel! Sag's ihm freundlich, sag's ihm offen, Und du darfst auf sich're Lösung hoffen! –

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Ist es nicht töricht, ich alter Mann schreibe an eine Gattin, die mir vor 29 Jahren angetraut worden war, Liebesbriefe, wie sie kaum ein Jüngling an seine holde Braut schreibt. Gott, besser's. Aber er wird es hoffentlich nicht bessern, und es wird immer ärger werden. Was weiß auch so ein gelbschnabliger Jüngling, der in die roten Lippen und in die braunen Augen eines Mädchens vernarrt ist, von der Güte, Treue, Rechtschaffenheit und Unwandelbarkeit eines Herzens, das man 29 Jahre haben muß, das recht wie Stein und Bein in unser eigenes Herz hineinwächst. Darum wird die Liebe in dem noch höheren Alter noch höher werden.

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Süßer Herr, wenn du mir keine andere Gnade erwiesen hättest, als die, daß du nicht erlaubt hast, daß ich in der Knechtschaft und Unterwerfung durch einen Mann lebe, so hast du mir schon genug getan.

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Es ist eine bewunderungswürdige Eigenschaft der Frau, daß sie niemals nachdenkt, auch nicht über ihre tadelnswertesten Handlungen, die Empfindung reißt sie hin; selbst ihre Verstellungskunst hat etwas Natürliches; einzig bei ihr ist das Verbrechen ohne Gemeinheit, meist weiß sie nicht, wie es passiert ist.

Balzac, Der Ehefrieden (La Paix du ménage), 1830

Unendlich innig war ihr Kuß Und glutvoll ihr Umfassen; Sie hat unendlich mich geliebt … Und endlich – mich verlassen.

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Was reizt Sie eigentlich noch an ihrer Frau? - Jedes Wort!

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Welcher Mann würde nicht durchbrennen, wenn "sie" es nicht wollte?

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Du Ring an meinem Finger Mein goldnes Ringelein, Ich drück dich fromm an die Lippen, Dich fromm an das Herz mein. Ich hatt' ihn ausgeträumet Der Kindheit friedlichen Traum ; Ich fand allein mich, verloren Im öden unendlichen Raum. Du Ring an meinem Finger, Da hast du mich erst belehrt, Hast meinen Blick erschlossen Des Lebens unendlichen Werth. Ich werd' ihm dienen, ihm leben, Ihm angehören ganz, Hin selber mich geben und finden verklärt mich in seinem Glanz. Du Ring an meinem Finger, Mein goldnes Ringelein, Ich drück dich fromm an die Lippen, Dich fromm an das Herz mein.

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Es ist manchmal für den Ehegatten angenehm, eine eifersüchtige Frau zu haben, stets hört er von Dingen sprechen, die er liebt.

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Liebe leiht Flügel; es sind aber wächserne, die an der Fackel der Ehe schmelzen.

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Eheleute, die sich lieben, sagen sich tausend Worte, ohne zu reden.

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Spatz und Spätzin Auf dem Dache sitzt der Spatz, Und die Spätzin sitzt daneben, Und er spricht zu seinem Schatz: "Küsse mich, mein holdes Leben! Bald nun wird der Kirschbaum blühn, Frühlingszeit ist so vergnüglich; Ach! Wie lieb' ich junges Grün Und die Erbsen ganz vorzüglich!" Spricht die Spätzin: "Teurer Mann, Denken wir der neuen Pflichten, Fangen wir noch heute an, Uns ein Nestchen einzurichten!" Spricht der Spatz: "Das Nestebaun, Eierbrüten, Junge füttern Und dem Mann den Kopf zu krauln Liegt den Weibern ob und Müttern." Spricht die Spätzin: "Du Barbar! Soll ich bei der Arbeit schwitzen, Und du willst nur immerdar Zwitschern und herumstibitzen?" Spricht der Spatz: "Ich will dir hier Mit zwei Worten kurz berichten: Für den Spatz ist das Pläsier, Für die Spätzin sind die Pflichten!"

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Eine Frau, die eines Mannes Liebe aufrechterhalten und ihn wiederlieben kann, hat alles getan, was die Welt von Frauen verlangt oder von ihnen verlangen sollte.

Wilde, Ein idealer Gatte (An Ideal Husband), 1895

Lieber einen stürmischen Liebhaber als einen windigen Ehemann.

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Jetzt kommen diese endlosen Winterabende - so entsetzlich einsam, wenn du fern bist, und so furchtbar langweilig, wenn du da bist.

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Hat versalzen dir die Suppe Deine Frau, bezähm die Wut, Sag ihr lächelnd: »Süße Puppe, Alles, was du kochst, ist gut.«

Heine, H., Gedichte. 1853 und 1854. Aus: Guter Rat

Ehebrief Nun zeigt ein Brief, daß ich zu lange Nicht sonderlich zu dir gewesen bin. Ich nahm das Gute als Gewohntes hin. Und ich vergaß, was ich verlange. Verzeihe mir. – Ich weiß, daß fromme Gedanken rauh gebettet werden müssen. Ich danke jetzt. – Wenn ich nach Hause komme, Will ich dich so wie vor zehn Jahren küssen.

Ringelnatz, J., Gedichte. Gedichte dreier Jahre, 1932

Das Weib sucht bei dem Manne, den es liebt, Schutz. Selbst wenn es keinen Schutz bräuchte, würde es solchen suchen, würde sich lieber absichtlich schwächer machen, als daß es der süßen Gabe entbehrte.

Keller, P., Gedichte und Gedanken, 1933

Was die Geliebte uns lieber macht, ist die Ausschweifung mit anderen Frauen.

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Ein liebendes Weib ist in hohem Maße das Geschöpf des Geliebten, und je bedeutender der Geliebte ist, in desto höherem Maße ist sie das: ist es doch die höchste Seligkeit des Mannes, sich selbst in der Geliebten wiederzufinden.

Ernst, Erdachte Gespräche, 1921