Ehe Sprüche – sinn

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Den Garten Eden und die Gehenna (Hölle) kann man bereits in dieser Welt haben.

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Nur Einsamkeit ist Vollgenuß des Lebens; Wo sind zwei Herzen, die sich ganz verstehen?

Platen, Gedichte. Aus: In Rousseau's Stube auf der Petersinsel, 1816

Dreier Leben ist kein Leben: Wer das Gnadenbrot seines Nächsten essen muß, wer mit körperlichen Leiden behaftet ist und wer unter dem Pantoffel steht.

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Der natürliche Gebrauch, den ein Geschlecht von den Geschlechtsorganen des anderen macht, ist ein Genuss, zu dem sich ein Teil dem anderen hingibt. In diesem Akt macht sich ein Mensch selbst zur Sache, welches dem Rechte der Menschheit an seiner eigenen Person widerstreitet.

Kant, Die Metaphysik der Sitten, 1797. Erster Teil. Metaphysische Anfangsgründe der Rechtslehre

Wer das Leben, die Welt, die Menschheit im Ernste und im Spaß verstehen will, der nehme ein Weib, der sei mit ihr eine Seele und ein Leib: so kommt ihm die Arbeit, die Religion, die rechte Haltung, der zufriedene Sinn, der Lebensverstand, die leibliche Wohlfahrt von selbst.

Goltz, Zur Charakteristik und Natur-Geschichte der Frauen, 1859

Des Weibes Natur lenken heißt: jede Hoffnung auf ein gemächliches Leben aufgeben.

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Das ist er im Grunde gewesen, der Mann fürs Leben – ein Mann ohne Sorgen – der mir alles geben würde, was ich mir wünsche, mit ihm würde ich mich immer lebendig fühlen, ich hätte meinen Platz in der Welt. Ich wollte nie kämpfen – es wurde mir aufgezwungen. Eigentlich sprudelt in mir ein Quell der Unbeschwertheit, der in dieser verhaßten Existenz aber langsam versiegt. Ich sterbe, wenn das so weitergeht. Ich will Leidenschaft und Liebe und Abenteuer!

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Nur wer des Lebens Bedeutung und Ernst verkennt, das Leben hält für ein Schaukeln auf den Wellen der Lust ohne Ziel und Zweck, nur der verkennt der Ehe hohe Bedeutung, verhöhnt sie als veraltet, als eine morsche Schranke gegen wahre Kultur. Der ist dann aber auch kein Sohn der Ewigkeit, sondern ein Kind des Augenblicks; wie ein Irrlicht hüpft im Moor, so ist sein Wandel durchs Leben; wie ein Irrlicht versinkt im Moor, so sein Leben im Schlamme der Welt.

Gotthelf, Uli der Pächter (auch: Ueli der Pächter), 1849

Ich möchte mein Dasein von ihrem Dabeisein sondern.

Kraus, Pro domo et mundo, 1912. VI. Zufälle, Einfälle

An so ein Leben, in dem man nie allein ist, gewöhnt man sich nicht; man lebt es bitter zu Ende.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Nie allein, in: Deutschland, Deutschland über Alles. Ein Bilderbuch, 1929

Der wahre Prüfstein des Lebens ist erst das Zusammenleben.

Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, 3 Bde., 1930-43. Aus dem Nachlaß

Für geistig feine Menschen, – den Charakter, für geistig arme, – das Fleisch.

Weber-Brauns, Satiren, Aphorismen und Nachdenkliches, 1919