Ehe Sprüche – zeit

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Geheimnisse in der Ehe sind gefährlich und nichtig, ihre Scheide bedeckt immer einen Dolch, den die Zeit endlich zieht.

Jean Paul, Das heimliche Klaglied der jetzigen Männer. Eine Stadtgeschichte, 1801

Die Bemerkung des Aristoteles in seiner Rhetorik, daß jede Metapher sich umkehren lassen müsse, ist vorzüglich. So hat man gesagt, das Alter sei der Winter des Lebens; kehrt man die Metapher um, so ist sie ebenfalls richtig, denn man kann sagen, der Winter sei das Alter des Jahres.

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Was sich haben soll, das kriegt sich auch.

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Eilf Ehstandsjahr' erschöpfen das Gespräch.

Kleist, Amphitryon, 1807. 1. Akt, 5. Szene. Merkur. Originaltext

Wenn Du Dir von dem goldenen Ringe goldene Tage versprichst, o, dann kennst Du den Lauf der Dinge und der Menschen Herzen nicht.

Aachener Kritische Revue, 1891-94

Wißt ihr, wie ihr eine Stunde vor eurem Erwachen aussaht, oder während der ersten Stunde eures Schlafes, als ihr weder Mensch noch Tier waret und unter der Herrschaft der Träume standet, die durch das hörnerne Tor kommen? Das ist ein Geheimnis zwischen eurer Frau und euch!

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Du ziehst hinein, du ziehst hinaus, Ein flücht'ger Gast im eigenen Haus; Drum wirb dir Liebe zum Geleit: Sie legt ins Heut die Ewigkeit.

Heyse (Hg.), Neues Münchner Dichterbuch, 1882

Alles findet Ersatz, nur die Frau deiner Jugend nicht.

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Was bleibt von all den gemeinsam verlebten Jahren? Es ist schwer zu sagen. Wenn sie so wichtig waren, wie kommt es dann, daß nichts davon übrig bleibt?

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Eitelkeit, auch in geringem Maße unserm Tun zugesetzt, verdirbt alles.

Merian (Hg.), Trotzdem. 366 deutsche Gedanken und Gedichte, Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1926

Ich langweilte mich, nun, so fing es an. Sie langweilte mich, nun, so endete es.

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Ehe Sie haben sich nichts zu sagen, Sie sitzen still und stumm Und hören die Stunden schlagen, Die Langeweil' geht um. Die Liebe ist längst gegangen, Und auch das Glück ist hin, Und hin ist das Verlangen Mitsamt dem Jugendsinn. Mißmut sitzt ihm zur Seite, Die Sehnsucht sitzt bei ihr, Und traurig alle beide, Ach, bis zu Thränen schier. Keins bricht das tiefe Schweigen, Kein Laut dringt in den Raum, Nur schwere Seufzer steigen, Verstohlen, hörbar kaum. Und die Gewohnheit leise Schwingt ihren Zauberstab Und zwingt in ihre Kreise Die beiden still hinab.

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Wenn einem Manne das Weib stirbt, so ist es, als ob der heilige Tempel zerstört worden wäre.

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Doch wir sind Menschen, gefesselte Menschen Und müssen uns tragen mit stummer Geduld, Wir müssen uns tragen und müssen entsagen Und unsere Triebe sind unsere Schuld.

Scharf, Gesammelte Lyrik und Prosa. Mit einer Auswahl aus dem Briefwechsel und einer Rezension von Eduard v. Keyserling, hg. von Walter Hettche, Aisthesis Archiv 16, Aisthesis Verlag 2011. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Aisthesis Verlags. Aus: Lieder eines Menschen (1892)

Die ihrem Mann allein gewährt vergnügte Stunden, ich gehe noch herum, ich hab' sie nicht gefunden!

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Zahme Xenien. Axiom

Wo unter einem Dach beisammen zwei entgegen Gesetzte Winde sind, wird nie der Sturm sich legen.

Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839

Oh, die ergebenen Frauen zu sehen, wie sie müde mit ihren Gatten gehen – und zu denken, daß sie vor kurzen Jahren starke, hochfordernde Mädchen waren, die nun alles vergaßen und alles verrieten und nicht mehr wünschen und kaum noch bieten – Und zu denken, daß du in nächster Frist auch eine von den Gelebten bist – – Und warst wie ein blühender Sang der Liebe – Oh, daß doch eine das Flammenlied bliebe!

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Es geht nicht an auf die Dauer, sich gegen den Wind zu steifen, sag' ich Dir.

Strindberg, Ehestandsgeschichten, 1898