Erfahrung Sprüche
Sprüche über Lernen und Erfahrung
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Aber wer darf sich rühmen, genug Erfahrung zu besitzen? Und ist der nie betrogen worden, welcher sich schmeichelte, am besten damit ausgesteuert zu sein? Gibt es ferner einen Menschen, der imstande wäre, die Umstände recht zu kennen, in denen er sich befindet?
Die Erfahrung, die die Privatleute erleuchtet, verdirbt die Fürsten und die Leute in hohen Stellungen.
Erfahrung ist die einzige Schule, in der auch Dummköpfe etwas lernen können.
Der Mensch gerät in große Gefahr, wenn er seine einseitig gewonnene Erfahrung zum allgemeinen Maßstab seines Urteils und zum Prinzip seines Handelns macht.
Je älter man wird, desto mehr erstaunt man, wie viele seiner Erfahrungen man vorher als Sprichwörter auswendig gelernt hat.
»Alte Erfahrungen« nennt man jene, die immer neu gemacht werden müssen.
Erfahrung bleibt die beste Wünschelrute.
Manches, was man ohne Grund verwirft, muß man studieren, um es – mit Grund verwerfen zu lernen.
Um sich im Hafen wohl zu fühlen, muss man die rauhe See befahren haben.
Die Erfahrung hat diese Menschen gestählt, aber auch brüchig gemacht; sie finden das Leben häßlich und schmutzig, und zornig und mit wahrem Vergnügen werfen sie Schmutz auf den glänzenden Schwarm der schönen Träume, die an der Schwelle der Jugend summen und tanzen.
Lehrgeld zahlen mußt' ich oft, Ach, für mancherlei Erfahrung! Und umsonst hab ich gehofft Auf Gewitztheit und Ersparung. Zu vermeiden lernt' ich zwar Manchen Schritt mit schwerer Buße, Doch vermeidend fühlt' ich gar Mich auf neuer Lehrzeit Fuße. Arbeit vollauf! Und somit, Denn was hülf' es mir zu prahlen, Werd' ich wohl beim letzten Schritt Erst das letzte Lehrgeld zahlen.
Eigene Erfahrung muß sehr viel leyden.
Die ganze Weisheit junger Toren ist keinen Tag Erfahrung wert.
Die Erfahrung ist nur die Frucht begangener Irrtümer, drum muß man sich etwas verirren.
Unsere irdische Erfahrung hängt ab von unserer irdischen Organisation. – Für eine andere Organisation gilt eine andere Erfahrung und aus einer anderen Erfahrung folgen auch andere Naturgesetze.
Nur ein Meer von Güte kann der Erfahrung Felsenkanten glätten.
Es sucht der echte Weise, Daß er das Rechte finde: Jung wird er nicht zum Greife, Alt wird er nicht zum Kinde! Der Winter treibt keine Blüte, Der Sommer treibt kein Eis – Was früh dein Herz durchglühte, Das ziemt dir nicht als Greis! Jung sich enthaltsam preisen, Alt toll von Sinnen sein, Wird nie des wahren Weisen Rat und Beginnen sein!
Wie nur die Wunden heilen, die man ausbluten läßt, so verwindet man auch nur diejenigen schmerzlichen Erfahrungen, die man sich nicht wegleugnet und in ihren Folgen ganz auskostet, ohne sich daran etwas zu mildern oder zu beschönigen.
Erfahrung ist eine so schöne Sache, daß man sie nicht teuer genug kaufen kann.