Erfahrung Sprüche

Sprüche über Lernen und Erfahrung

377 Sprüche in dieser Kategorie

Auch ein alter Weber verwirrt sich zuweilen im Garn.

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Wie du auch bist, so diene dir selber als Quelle der Erfahrung!

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Erster Band. Fünftes Hauptstück. Anzeichen höherer und niederer Kultur

Bis der Mensch einer Erfahrung glaubt, muss er noch viele gleiche gemacht haben.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Es ist Menschenart, den Schatz seiner Erfahrungen immer eher für andere ausmünzen zu wollen als für sich selbst.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Man kann sehr viel erfahren, ohne erfahren zu werden.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Was dem einen widerfährt, Widerfährt dem andern; Niemand wäre so gelehrt, Der nicht sollte wandern.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Zahme Xenien 2, 1821

Wenn das Kapital der Erfahrungen sich vererben würde, wären wir alle Millionäre der Lebensweisheit.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Unsere besten Freunde sind unsere Erfahrungen: sie sind immer ehrlich.

Merian (Hg.), Weite. 366 Gedanken und Gedichte deutscher Denker und Dichter. Verlag Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1927

Die Erfahrung, obgleich sie die beste Lehrerin ist, hat dennoch meist ungelehrige Schüler.

Ernsthausen, Gedankenstriche, 1843

Das unmittelbare Gewahrwerden der Urphänomene versetzt uns in eine Art von Angst: wir fühlen unsere Unzulänglichkeit; nur durch das ewige Spiel der Empirie belebt, erfreuen sie uns.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus den Heften Zur Naturwissenschaft, 2. Bandes 1. Heft, 1823. Älteres, beinahe Veraltetes

Kaum, daß vom Buch du dich entfernt, Läßt seine Weisheit dich im Stiche; Nur was Erfahrung Dir gelernt, Bring dir den ›Bruch‹ und Wild der Küche.

Riegler, Gedicht'ln und Spruchreime über Wald, Wild und Waidwerk, 1887

Gott wird sorgen, daß mit der Zeit die Erfahrung kömmt und mit der Erfahrung die Weisheit.

Gotthelf, Uli der Pächter (auch: Ueli der Pächter), 1849

Wir gewinnen im Leben bestenfalls eine einzige wesentliche Erfahrung, und das Geheimnis der Lebenskunst besteht darin, diese Erfahrung möglichst oft zu reproduzieren.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Die Erfahrung ist eine Frage des Lebensinstinkts.

Wilde, Lady Windermeres Fächer (Lady Windermere’s Fan: A Play About a Good Woman), 1892. 3. Akt, 2. Szene, Graham zu Lord Darlington

Wer ist eselweis, Geht nur einmal aufs Eis.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Die Erfahrung wächst durch fortschreitende Anpassung der Gedanken an die Tatsachen.

Mach, Erkenntnis und Irrtum. Skizzen zur Psychologie der Forschung, Erstdruck 1917

Man wird durch eigene Erfahrung entschlossener und fester; es ist aber leichter, auf anderer Unkosten klug zu werden.

Charron, Die wahre Weisheit oder Sittenlehre des Weltbürgers (De la Sagesse, 1601), dt. Übersetzung in 2 Bänden, 1779/80. Zweyter Theil

Im Gemählde der Welt ist der männliche Ernst Schatten gegen den weiblichen Witz, der so oft Licht verbreitet. Darauf war ich weniger bedacht als auf den Wunsch, daß nur einige wenigstens aus dem guten Rath, den gemeiniglich die Erfahrung eines dritten zu geben pflegt, … diese Wahrheit liebgewinnen möchten: daß sie nie Friede in ihrem Herzen, nie Beruhigung in ihren Begierden finden werden, wenn sie je die Hallen des Leichtsinns betreten.

Ehrmann, Philosophie eines Weibs. Von einer Beobachterin, 1784 (anonym). Vorrede. Originaltext

In dem Maße, in dem die eigene Person aufhört, Wunder und Zweck zu sein, bis sie zuletzt ein kaum gespürtes Zwischenelement wird, gleichsam Schatten eines Körpers, den man nicht kennt, noch erkennen kann, in dem Maße wächst die Schwierigkeit und Gefährlichkeit des Lebens mit und unter den Menschen, sowie der geheimnisvolle Charakter alles dessen, was man Realität und Erfahrung nennt.

Wassermann, Mein Weg als Deutscher und Jude, 1921

Man muß alt werden, um dieses alles [seine Arbeit] zu übersehen, und Geld genug haben, seine Erfahrungen bezahlen zu können.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 13. Februar 1829

Von der Zeit allein erwarte ich den Unterricht, den ich vergeblich von Menschen erwarten würde.

August von Sachsen-Gotha-Altenburg, Briefe. An C. M. Wieland, Mitte August 1793