Erfahrung Sprüche – leben

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Jede Kehrseite hat ihre Kehrseite.

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Mutterschaft ist eine höchst wichtige unerläßliche Phase menschlicher Existenz, um gewisse Fähigkeiten und Erkenntnisse zur Reife zu bringen. Aber bei keiner einzelnen Erfahrung darf man ein Leben lang verweilen.

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Wer deine Last nicht getragen hat, weiß nicht, was sie wiegt.

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Das Leben lehrt uns, weniger mit uns und andern strenge sein.

Goethe, Iphigenie auf Tauris, 1787. 4. Akt, 4. Szene, Pylades zu Iphigenie

Jede gründliche Erfahrung muß mit eignem Leben bezahlt werden – und fremdem.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1908

Am schwersten lernt man im Leben, welche Brücken man benutzen und welche man abbrechen soll.

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Manchmal sind die dunkelsten und schmerzvollsten Erfahrungen die, die am meisten Glückseligkeit geben können – nach deren Überwindung.

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Dem, was ist selbst gelernt im Leben, Versuch' ich Ausdruck oft zu geben; Was andre auch von mir gedacht, Hab ich in Worte mir gebracht. Nun will ich beides als mein eigen Getrosten Muts den Freunden zeigen.

Wagner, Tage und Worte. Gesammelte Reisesprüche für die Wanderung durch das Leben, 1903

Die Erfahrungen des Lebens sollen uns reinigen von allen unverständigen und lasterhaften Wesen. Tun sie das, so wird unser Alter still und glücklich ... tun sie es aber nicht, brennen die Wünsche der Torheit und des Lasters noch in uns, wenn die Kraft des Lebens schwindet...

Pestalozzi, Lienhard und Gertrud, 4 Bde., 1781-87

Unser ganzes Leben würde einen erhabeneren und ernsteren Charakter annehmen, wenn wir uns daran gewöhnen könnten, uns in Gedanken nicht fortwährend als Eins zu fühlen mit dem Gehäuse, das uns zur Wohnung dient, sondern mit dem wahren menschlichen Ich, das dieses Haus bewohnt. Wir würden dann die Unannehmlichkeiten des Lebens wie den Staub von unseren Kleidern abschütteln und zu der Erkenntnis gelangen, daß das Wertmaß für alles, was uns begegnet, nicht in den Leiden oder Freuden liegt, die dadurch unserem Körper zuteil werden, sondern darin, inwiefern es dem Menschen in uns zu seinem Fortschritte förderlich oder hinderlich ist, und da alle Vorkommnisse nur Mittel zur Erfahrung sind, und wir aus allen etwas lernen können, so sollten wir den Kümmernissen und Sorgen ihren Stachel nehmen, indem wir bei allem nach der Lehre forschen, die in ihm wie die Blüte in der Knospe eingeschlossen liegt.

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Die Weisen sagen: beurteile niemand, bis du an seiner Stelle gestanden hast.

Goethe, J. W., Briefe. An Charlotte von Stein, 1. Juni 1781

Über manche bittere Lebenserfahrung sollte man nicht sprechen. Wird eine Pfütze kleiner, wenn man darin herumtritt? Sie wird nur breiter werden und wir schmutziger.

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

Erfahrungen, die man in den Stürmen des Lebens gemacht hat, schlägt man in sonnigen Zeiten gern wieder in den Wind.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Seid heiter, da ihr's sein könnt; ach, der Kelch des Lebens leert sich bald, und seine Hefe, Erfahrung nennt man sie, ist bitter.

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Um sich im Hafen wohl zu fühlen, muss man die rauhe See befahren haben.

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Die Erfahrung hat diese Menschen gestählt, aber auch brüchig gemacht; sie finden das Leben häßlich und schmutzig, und zornig und mit wahrem Vergnügen werfen sie Schmutz auf den glänzenden Schwarm der schönen Träume, die an der Schwelle der Jugend summen und tanzen.

Taine, Nouveaux essais de critique et d’histoire: Balzac, 1865 und 1901

Ein Pädagoge: "Unter den vielen, vielen Lehrmeistern läßt sich einer die allerhöchsten Honorare zahlen: das Leben."

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Der Schiffbrüchige fürchtet auch die ruhigen Gewässer.

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Du mußt die Erfahrungen deines langen Lebens nicht als Imperative auf die Jugend legen.

Gött, Gedichte, Sprüche, Aphorismen (in: Gesammelte Werke, 1. Band), hg. von Roman Woerner 1910

Nichts hat oft so starkes Gewicht als gewisse Imponderabilien.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Ich wollt das Lied des Herzens nicht verschweigen Ich wollt das Lied des Herzens nicht verschweigen. Ich wollt es jubelnd zu den Menschen schmettern, die bleich am Baume der Erkenntnis klettern, das Glück vermutend in den kahlen Zweigen. Ich wollt sie rufen zu den breiten Küsten, an die des Meeres Wellen silbern schlagen. Ich wollt sie lehren leichte Schultern tragen und freien Sinn in übermüt'gen Brüsten. Ich stoß ins Horn. Noch einmal. – Doch ich staune: die Menschen lachen, die ich wecken wollte, als ob ein Mißton in die Lüfte rollte. – Es muß ein Sandkorn sein in der Posaune.

Mühsam, E., Gedichte. Aus: Wüste – Krater – Wolken. Die Gedichte, 1914