Erfahrung Sprüche – nachdenklich

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Jeden Tag hat man Ursache, die Erfahrung aufzuklären und den Geist zu reinigen.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Natur und Naturwissenschaft

Ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, daß diejenigen, welche darnach trachten, dem gewöhnlichen Pöbel zu Munde und nach Gefallen zu reden, auch in ihrem Lebenswandel selbst unmäßig und genußsüchtig sind.

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Die Gefahren anderer pflegen Vorsichtigen von Nutzen zu sein.

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Hüte dich vor den Lehren jener Spekulanten, deren Überlegungen nicht von der Erfahrung bestätigt wird.

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Wegen bloßer Gedanken wird niemand bestraft.

Justinian, Aus seiner Gesetzessammlung »Corpus iuris civilis«, 528-34 n. Chr

Das Leben lehrt uns, weniger mit uns und andern strenge sein.

Goethe, Iphigenie auf Tauris, 1787. 4. Akt, 4. Szene, Pylades zu Iphigenie

Die Erfahrung sollte ein Leuchtturm sein, der uns den Weg weist, kein Liegeplatz, an dem man festmacht.

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Erfahrung lehrt mich, ein Wort, das auf der Zunge liegt, dort liegen zu lassen.

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Ein Angler, der stundenlang keinen Fisch fängt, wird zwar die Freude am Angeln nicht verlieren, aber sicher seine Methode überprüfen.

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Der Fischer wirft die Angel aus, wo das Wasser am ruhigsten ist.

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Die Weisen sagen: beurteile niemand, bis du an seiner Stelle gestanden hast.

Goethe, J. W., Briefe. An Charlotte von Stein, 1. Juni 1781

Der Mensch ist ein in einem Spiegelkerker Gefangener.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1896

Auch ein guter Fuhrmann kippt den Wagen einmal um.

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Manches, was man ohne Grund verwirft, muß man studieren, um es – mit Grund verwerfen zu lernen.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1843

Der Schiffbrüchige fürchtet auch die ruhigen Gewässer.

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Deine Erfahrungen sollten nirgends umkehren, nicht erschrecken, an keinen Türen horchen, überall leise und aufrecht durchgehen wie starke pflegende Schwestern, die ans Handeln gewohnt sind, wo andere jammern.

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Im Gemählde der Welt ist der männliche Ernst Schatten gegen den weiblichen Witz, der so oft Licht verbreitet. Darauf war ich weniger bedacht als auf den Wunsch, daß nur einige wenigstens aus dem guten Rath, den gemeiniglich die Erfahrung eines dritten zu geben pflegt, … diese Wahrheit liebgewinnen möchten: daß sie nie Friede in ihrem Herzen, nie Beruhigung in ihren Begierden finden werden, wenn sie je die Hallen des Leichtsinns betreten.

Ehrmann, Philosophie eines Weibs. Von einer Beobachterin, 1784 (anonym). Vorrede. Originaltext

Der Jüngling, wenn Natur und Kunst ihn anziehen, glaubt mit einem lebhaften Streben bald in das innerste Heiligtum zu dringen; der Mann bemerkt nach langem Umherwandeln, daß er sich noch immer in den Vorhöfen befinde.

Goethe, J. W., Theoretische Schriften. Einleitung in die Propyläen, 1798. Originale Rechtschreibung