Erfahrung Sprüche – philosophisch
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Der Mensch gerät in große Gefahr, wenn er seine einseitig gewonnene Erfahrung zum allgemeinen Maßstab seines Urteils und zum Prinzip seines Handelns macht.
Unsere irdische Erfahrung hängt ab von unserer irdischen Organisation. – Für eine andere Organisation gilt eine andere Erfahrung und aus einer anderen Erfahrung folgen auch andere Naturgesetze.
Die Erfahrung ist fast immer die Parodie auf die Idee.
Was der gereifte Mann durch die Erfahrung seines Lebens erlangt hat und wodurch er die Welt anders sieht, als der Jüngling und Knabe, ist zunächst Unbefangenheit.
Ersparnis der Erfahrung, Sündflut der Erfahrung, Dinge, wovon man nicht reden würde, wenn man wüßte, wovon die Rede ist. Wie das Unbedingte sich selbst bedingen und so das Bedingte zu seinesgleichen machen kann.
Es gibt keine angeborenen Ideen, all unsere Erkenntnis stammt aus der Erfahrung.
Erfahrung bedeutet Wahrheit.
Das unmittelbare Gewahrwerden der Urphänomene versetzt uns in eine Art von Angst: wir fühlen unsere Unzulänglichkeit; nur durch das ewige Spiel der Empirie belebt, erfreuen sie uns.
In dem Maße, in dem die eigene Person aufhört, Wunder und Zweck zu sein, bis sie zuletzt ein kaum gespürtes Zwischenelement wird, gleichsam Schatten eines Körpers, den man nicht kennt, noch erkennen kann, in dem Maße wächst die Schwierigkeit und Gefährlichkeit des Lebens mit und unter den Menschen, sowie der geheimnisvolle Charakter alles dessen, was man Realität und Erfahrung nennt.
Alles Unrecht und Leiden der Erde hat seinen Grund darin, daß Erfahrungen nicht übermittelt werden können. Höchstens mitgeteilt. Zwischen dem Zugemessenen und dem Unerträglichen liegt der ganze Weg der Erfahrung, den immer nur einer allein für sich gehen kann. So wie immer nur einer allein seinen Tod stirbt und keiner vom Tod etwas weiß.
Wir sind Aufbewahrer der unzähligen Begebenheiten, der Erfahrungen, der Erfindungen und der Werke des menschlichen Geistes.