Erfahrung Sprüche – weisheit

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Erfahrung als Leitern unsrer Handlungen, ist nichts; denn es gibt für alles gute und böse Erfahrungen. Ein jeder bilde sich feste Ideen. Sind sie auch falsch, so machen sie doch sein Leben zu einem Ganzen.

Mereau, Betrachtungen

Die Haushaltungsbücher der Erfahrung sind darum so schwer zu benutzen, weil die Geschichte nur die einzelnen Posten bemerkt, aber nie Summe und Transport zieht.

Börne, Aphorismen und Miszellen, 1828/32. [153]

Ein vernünftiger Mensch beurteilt gegenwärtige Ereignisse auf Grund vergangener.

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Wenn die Dinge zweimal getan werden könnten, wären wir alle weise.

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Man spricht ja immer nur die Erfahrung identisch aus. Was man erfährt, das ist ja eben die Erfahrung und weiter nichts dahinter.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Friedrich Wilhelm Riemer, 1. August 1811

Such' keine Weisheit und Erfahrung In alter Bücher Staub vertieft – Die allerbeste Offenbarung Ist: die aus erster Quelle trieft!

Bodenstedt, Die Lieder des Mirza-Schaffy, 1851

Jede Erfahrung, sie mag sonst sein, was sie will, ist auch ein schöpferischer Akt.

Spengler, Der Untergang des Abendlandes. Umrisse einer Morphologie der Weltgeschichte, 2 Bde., 1918-22

Erfahrung bedeutet noch lange nicht Erkenntnis.

Vogel, Im Zwielicht. Aphorismen, 1946

Aus eigener Erfahrung 1. Jedesmal, wenn ich keine Rücksicht auf Beleidigungen genommen habe, ist es mir gut bekommen. 2. Und wenn ich jemals auf Menschen rechnete, so ist es mir schlecht ausgefallen.

Hilty, Bausteine. Aphorismen und Zitate aus alter und neuerer Zeit, gesammelt von Prof. Dr. C. Hilty, 1910 (posthum)

Die Zunge der Erfahrung verdient den meisten Glauben.

Burckhardt (Übers.), Arabische Sprüchwörter oder die Sitten und Gebräuche der neueren Aegyptier, übersetzt und erläutert von Johann Ludwig Burckhardt 1834

Ich sehe wohl, man braucht nur alt zu werden, um aus Erfahrung zu lernen, daß nichts unmöglich ist, und daß der, welcher die Unverschämtheit hat, am längsten zu leben, stets Neues erfährt.

Schröder (Hg.), Lichtstrahlen aus Friedrichs des Großen Schriften, gesammelt von Emilie Schröder, 3. vermehrte Auflage 1912 (EA: 1882). An d'Alembert, 12. August 1781

Geistlose Empiriker Wohl! Die Erfahrung sei, wer leugnet es? Spiegel des Lebens; doch was strahlte je Blinden der Spiegel zurück?

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Aber wer darf sich rühmen, genug Erfahrung zu besitzen? Und ist der nie betrogen worden, welcher sich schmeichelte, am besten damit ausgesteuert zu sein? Gibt es ferner einen Menschen, der imstande wäre, die Umstände recht zu kennen, in denen er sich befindet?

Diderot, Jacques der Fatalist und sein Herr (Jacques le fataliste et son maître), entstanden 1765-84, erschien posthum 1796

Die Erfahrung, die die Privatleute erleuchtet, verdirbt die Fürsten und die Leute in hohen Stellungen.

Chamfort, Maximen und Gedanken. Charaktere und Anekdoten (Maximes et pensées: Caractères et anecdotes), 1795. In: Die französischen Moralisten. Die Aphorismenbücher in vollständiger Gestalt. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938

Der Mensch gerät in große Gefahr, wenn er seine einseitig gewonnene Erfahrung zum allgemeinen Maßstab seines Urteils und zum Prinzip seines Handelns macht.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1838

»Alte Erfahrungen« nennt man jene, die immer neu gemacht werden müssen.

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Erfahrung bleibt die beste Wünschelrute.

Goethe, Die ersten Erzeugnisse der Stotternheimer Saline, überreicht zum 30. Januar 1828. Geognosie

Die ganze Weisheit junger Toren ist keinen Tag Erfahrung wert.

Pfeffel, Poetische Versuche, 3 Bde., 1791/92 (4. vermehrte Auflage in 8 Bänden 1802-05)

Unsere irdische Erfahrung hängt ab von unserer irdischen Organisation. – Für eine andere Organisation gilt eine andere Erfahrung und aus einer anderen Erfahrung folgen auch andere Naturgesetze.

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Nur ein Meer von Güte kann der Erfahrung Felsenkanten glätten.

Sylva, Meine Ruh’. Gedichte, 2. Auflage 1885 (EA: 1884)

Wie nur die Wunden heilen, die man ausbluten läßt, so verwindet man auch nur diejenigen schmerzlichen Erfahrungen, die man sich nicht wegleugnet und in ihren Folgen ganz auskostet, ohne sich daran etwas zu mildern oder zu beschönigen.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868