Erziehung Sprüche

Sprüche über Erziehung

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Je freier die Institution des Volkes, desto strenger muß die Erziehung sein. Das ist einer meiner fundamentalsten Erziehungsgrundsätze.

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Das Resultat der Erziehung hängt ganz und gar von der Kraft ab, mit der der Mensch sich auf Veranlassung oder durch den Einfluß derselben selbst bearbeitet.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 29. November 1823

Er pflegte gern zu behaupten, daß sowohl bei der Erziehung der Kinder als bei der Leitung der Völker nichts ungeschickter und barbarischer sei als Verbote, als verbietende Gesetze und Anordnungen.

Goethe, Die Wahlverwandtschaften, 1809. 2. Teil, 18. Kap., Mittler zu Ottilie

Wenn Steigerung notwendig ist, darf dem Zögling die Beschämung nicht erspart werden, wobei seine Handlungsweise seinen Vorsätzen oder Grundsätzen oder den Grundsätzen anderer Persönlichkeiten, die den Eindruck auf ihn hervorbringen, seien es auch nur seine Mitschüler, ausdrücklich gegenübergestellt wird.

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Eltern verzeihen ihren Kindern die Fehler am schwersten, die sie selbst ihnen anerzogen haben.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1880

Wer sich an seine eigene Kindheit nicht sehr deutlich erinnert, ist ein schlechter Erzieher.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1880

Man schreibt nicht so ausführlich, wenn man den Abschied gibt.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte, 1844. Neuer Frühling. Aus: Der Brief, den du geschrieben

Daß soviel Ungezogenheit gut durch die Welt kommt, daran ist die Wohlerzogenheit schuld.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen. Parabeln, Märchen und Gedichte (= Gesammelte Schriften, 1. Band), 1893

Über die Erziehung schreiben heißt beinahe über alles auf einmal schreiben.

Jean Paul, Levana oder Erziehlehre, 2. Auflage 1811 (EA: 1807). Vorrede zur ersten Auflage

Gut erzogen zu sein ist heutzutage ein großer Nachteil. Es schließt einen von so vielem aus.

Wilde, Eine Frau ohne Bedeutung (A Woman of No Importance), 1893

Aus faulen Eiern werden keine Küken.

Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche

Lasse den Kindern allen ihren Willen, sie werden noch nicht zufrieden sein.

Zauper, Aphorismen moralischen und ästhetischen Inhalts, 1840

Erziehung ist die absichtliche Einwirkung Erwachsener auf noch Unmündige, damit diese fähig werden, durch freie Gesinnung und That das Ebenbild der Gottheit in ihrem Leben darzustellen.

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Die erste Pflicht einer guten Mutter ist, nicht sowohl dafür zu sorgen, daß sie ihren Kindern angenehme Empfindungen verschaffe, als sie so früh als möglich an das was die Grundlage jeder Tugend ist, an Mäßigung und Bezähmung der sinnlichen Begierden, zu gewöhnen.

Wieland, Die Pythagorischen Frauen, 1789. Theano an Eubula

Einen Edelstein kann man nicht blank machen, ohne ihn zu reiben.

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Die Eltern sind verpflichtet, die Seele der Kinder zu prägen.

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Wenn der Vater zu streng und die Mutter zu schwach, Wird das Kind ein Schlingel so allgemach.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Schlecht erzogene Kinder werden die Zuchtrute ihrer Eltern.

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Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler.

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Über einen Graben, den das Kind ohne Gefahr aus eigener Kraft überspringen kann, darf ich es nicht hinüberheben.

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Wollten Eltern und Lehrer die Kinder ein bißchen mehr sich selbst überlassen, so würde damit wenig geschadet werden, wenn auch weniger als in praesenti gelernt würde.

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