Erziehung Sprüche – familie

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Die Erziehung ist Sache der Familien; von da geht sie aus, und dahin kehrt sie größtenteils zurück.

Herbart, Kurze Encyklopädie der Philosophie aus praktischen Gesichtspuncten, 1831. 12. Kapitel. Von der Erziehungskunst

Nur wenigen Eltern wird das Talent und Glück zuteil, die eignen Lehrer ihrer Söhne werden zu können. Aber das Kind darf doch nicht zu frühzeitig aus dem elterlichen Hause entlassen werden, weil sich hier seine reine Familienindividualität, die es ohne Nachteil seines Charakters weder verlieren kann noch soll, am zweckmäßigsten entwickelt, und die Entfernung aus der Mitte der Seinigen im zarten Alter es dem väterlichen, mütterlichen, brüderlichen und schwesterlichen Herzen oft für das ganze Leben entfremdet.

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Das heimliche häusliche Wort, das der Vater seinen Kindern sagt, wird nicht vernommen von der Zeit; aber, wie in Schallgewölben, wird es an dem fernen Ende laut und von der Nachwelt gehört.

Jean Paul, Levana oder Erziehlehre, 2. Auflage 1811 (EA: 1807). Vorrede zur ersten Auflage

Kinder gehorchen den Eltern nur, wenn sie sehen, daß diese der Regel gehorchen. – Ordnung und Regel – einmal hergestellt und anerkannt – sind die stärkste Macht.

Joubert, Gedanken, Versuche und Maximen, übersetzt von Franz Graf von Pocci, München 1851

Ein Vater ist entzückt: "Meine Tochter", sagt er, "hat niemals einen Roman gelesen." Aber er läßt sie ohne Aufsicht mit ihrem Bruder sprechen, der vom Gymnasium nach Hause kommt, oder gestattet es, daß sie sich mit ihren kleinen Freundinnen in ihr Zimmer einsperrt. Die schlimmsten Bücher liegen nicht in den Regalen der Büchereien. Sie kommen von der Straße und werden, in Unterkleidern und halblangen Röcken verborgen, eingeschmuggelt.

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Strenge am rechten Ort, Milde am rechten Ort und eine recht lange Leine, an der die jungen Hundchen herumlaufen können.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Blaise, der Gymnasiast, in: Die Schaubühne, 14.05.1914, Nr. 20 (Peter Panter)

Wer sich selbst an das Unwahre kettet, wird mit der Zeit ebenso.

Heiberg, Menschen untereinander, 1888

Der unabhängige englische Knabe ist der Vater des unabhängigen englischen Mannes; und der letztere ist undenkbar ohne den ersteren.

Spencer, Die Erziehung (Education. Intellectual, moral, and physical), 1861

Mutter ein Unkraut, Vater ein Unkraut – erwartest du, dass die Tochter eine Safranwurzel wird?

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Es ist immer wahr gewesen, daß die am meisterlosigsten sind, die daheim es am schlechtesten haben.

Keller (Hg.), Ein Gotthelf-Wort für jeden Tag. Ausgewählt und zusammengestellt von Helene Keller, Bern 1935

Ein Mensch, der geprügelt worden ist, prügelt selbst gern wieder – man braucht ihm nur einen Knüttel zu geben, und er schlägt auf Vater und Mutter los, wenn es sein muß, nur um das an ihm begangene Unrecht zu rächen.

Gorki, Ein Sommer (Лето), 1909, in: Eine Beichte. Ein Sommer. Zwei Romane. Einzige autorisierte Übersetzung aus dem Russischen von August Scholz, Berlin 1926

Erziehung ist wichtiger als die Herkunft.

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Treibhauspflanzen Nur selten gedeihen im großen und ganzen Verzärtelte Kinder und Treibhauspflanzen.

Pesendorfer, Mein Spruchbüchlein, 1913