Erziehung Sprüche – klassisch

51 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Erziehung klassisch

Erziehung und Unterricht treiben aus uns schöne Keime, als sollten wir zu Griechen erwachsen; später nimmt uns statt des Gärtners der Braumeister, der Staat, in Empfang.

Jean Paul, Dämmerungen für Deutschland, 1809. 4. Kleine Zwielichter

Die Quelle und die Wurzel aller Trefflichkeit ist eine wohlgeordnete Erziehung.

Plutarch, Moralia (Moralische Schriften und Abhandlungen). Über die Erziehung der Kinder. Übersetzt von Joh. Chr. Felix Bähr (1828)

Nichts ist so stark wie Güte, nichts so gütig wie wirkliche Strenge.

Internet

Erziehung beginnt mit Poesie, wird gefestigt durch gutes Verhalten und durch Musik vollendet.

Internet

Die Alten bildeten ihre Jugend nicht allein durch Gabe des Wortes, sondern vorzüglich durch Beispiele und Handlungen, damit es in ihren Seelen nicht wohne wie eine Wissenschaft, sondern wie eine von ihr unzertrennliche Natur und Gewohnheit, nicht wie etwas Erlerntes, sondern wie ein angeborener Besitz.

Internet

Alle Kunst, alle Erziehung darf nur Ergänzung der Natur sein.

Aristoteles, Politik. 1337a (VII, 17.) Übersetzt von Johann Georg Schlosser, 1798

Wenn Erziehung oder Ermahnung irgend etwas fruchteten; wie könnte dann Senecas Zögling ein Nero sein?

Schopenhauer, A., Nachlass. Cogitata I (1830)

Die Alten möchten die Jungen immer klüger machen, als sie selber ehedem waren; sie vergessen aber, dass auch sie sich damals genau ebenso klüger dünkten als die ihnen ratenden Alten.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Wenn du nicht Güter hast und dennoch Leibeserben, bring ihnen Künste bei, sich Güter zu erwerben.

Internet

Leben zündet sich nur an Leben an; mithin das Höchste im Kinde sich nur durch Beispiel, entweder gegenwärtiges, oder geschichtliches, oder (was beides vereint) durch Dichtkunst.

Jean Paul, Levana oder Erziehlehre, 2. Auflage 1811 (EA: 1807). Drittes Bändchen. Sechstes Bruchstück. Sittliche Bildung des Knaben. § 110

Nein, nicht zum Entbehren erziehe die Deinen, nur zum mäßigen Gebrauch dessen, was sie besitzen.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Es ist immer wahr gewesen, daß die am meisterlosigsten sind, die daheim es am schlechtesten haben.

Keller (Hg.), Ein Gotthelf-Wort für jeden Tag. Ausgewählt und zusammengestellt von Helene Keller, Bern 1935

Wenn ich einen Sohn hätte, so würde ich mich bemühen, ihn mit den französischen und deutschen Autoren bekannt zu machen, lieber als mit den Klassikern. Griechisch und Latein ist eitel Luxus.

Internet

Die wahrhaft heilsame Strenge muß von jener Reinheit begleitet sein, die selbst in allem als fleckenloses Muster dasteht. Sie muß mit Wohlwollen vereint sein, welches wie ein milder Quell aus dem schroffen Felsen des Charakter springt. Einer solchen Strenge allein entsproßt die unvergängliche Blume der Treue und Anhänglichkeit.

Internet

Erziehung sollte zum ersten Teil aus dem gesprochenen Wort, zum andern aus der Verehrung des Göttlichen und zum dritten aus praktischer Arbeit bestehen.

Internet

Die Strenge ohne Zorn bessert weit mehr und tut weit minder Böses, als der Affekt eines Zornigen.

Internet

So wie die eiserne Not die Erzieherin des ganzen Menschengeschlechtes war, ist eine mit Freiheit verbundene Strenge, die zur Entwicklung der Kraft durch deren Anstrengung treibt, die beste Pflegemutter großer und trefflicher Geister.

Internet

Die Grundursache des sittlichen Verderbens liegt in der falschen Maxime, die das Wissen von Weisheit, das Lernen von der Zucht, die Erziehung des Kopfes von jener des Menschen getrennt hat.

Internet

Die Erziehung soll auf zwei Grundlagen beruhen: auf Moral und Klugheit. Auf Moral: zur Stütze der Tugend, auf Klugheit: zum Schutze vor den Lastern anderer.

Internet

Die Indianer, die wir für Barbaren schelten, beobachten in ihren Gesprächen und Unterhaltungen weit mehr Anstand und Höflichkeit als wir; man hört einander stillschweigend an, bis der eine ausgeredet hat, und dann antwortet der andere gelassen, ohne Geräusch und Leidenschaft.

Locke, Gedanken über Erziehung (Some Thoughts Concerning Education), 1693

Die Ausbildung der sittlichen, geistigen und physischen Kräfte muß eine harmonische sein, denn jede Störung des Gleichgewichts der Kräfte wirkt verderblich.

Internet