Erziehung Sprüche – leben

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Ein guter Bogen ist schwer zu spannen – aber man schießt hoch damit und trifft tief.

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Dass die Menschen hoffärtig und bösartig sind, das ist von Gott nicht geschaffen.

Altes Testament. Das Buch Jesus Sirach (#Sir 10,21)

Wenn ein Samenkorn sprechen könnte, so würde es klagen, daß der Schmerz im Aufkeimen liege.

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Hier aber habe ich vor mir das schönste Werk, die erlesenste Aufgabe, die nur irgend jemand haben kann. Denn das Eine, das Allergrößte, das ist immer in seiner schwindelnden Höhe wie unmöglich. Nämlich ein Kind zu bilden.

Hille, Die Hassenburg. Roman aus dem Teutoburgerwalde, in: Gesammelte Werke von Peter Hille, Band 4, hg. von seinen Freunden, 1905 (posthum)

Erziehung ist Leben und setzt Leben voraus.

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Erziehung läuft auf zweierlei hinaus: Ungerechtigkeiten erdulden und Langeweile ertragen lernen.

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Nichts, was den Charakter beeinflußt, ist eine Kleinigkeit. Die Pflicht mag klein sein, die Gewohnheit ist unendlich wichtig. Wer zur Nachlässigkeit im Kleinen erzieht, der gefährdet den Charakter im Fundament.

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Das Leben ist grausam, die Wirklichkeit ist hart und im modernen Kampf ums Dasein geht es oft brutal her. Da tut nur die Erziehung ihre Pflicht, welche stählerne Charakter bildet, nicht die, welche marklose, empfindsame, weichliche Menschenwesen in die Welt sendet, die entweder sofort zu Schanden gehen oder erst durch das Leben selbst in schmerzlichster Weise gehämmert und gehärtet werden müssen.

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Seid in allem Lehrer durch Wort und Wandel; denn das Leben durch euren eigenen Wandel ist in der Tat für eure Schüler nicht nur die wirksamste, sondern auch die leichteste Art des Unterrichts.

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Es gibt einen weiteren Verstoß gegen gute Lebensart, und das ist die übersteigerte Förmlichkeit(excess of ceremony)und ein hartnäckiges Bestehen darauf, einem anderen aufzudrängen, was ihm nicht zukommt und was er nicht annehmen kann, ohne zum Narren zu werden oder sich der Beschämung auszusetzen.

Locke, Gedanken über Erziehung (Some Thoughts Concerning Education), 1693

Was hat der Mensch von allem seinem Wissen, wenn er nicht weiß, wo das Brot herkommt?

Pestalozzi, Ein Schweizer-Blatt (Wochenschrift), 1782. Nr. 40 vom 3. Oktober 1782. Von der Erziehung

Dieses Ziehen und Bilden des Menschen ist die Hauptsache, nicht das Umschaffen der Zustände der Erde zu einem Himmel.

Gotthelf, Leiden und Freuden eines Schulmeisters, 1838-39

Lebe nicht Dir! Lebe den Brüdern!

Pestalozzi, Wie Gertrud ihre Kinder lehrt, 1801

Ach die Menschen vermeinen zu erziehen! Und doch erzieht uns nur das tätige Leben.

Baer, Jahresgedanken einer Frau, 1921

Selbstzucht Mensch, Du sollst Dich selbst erziehen. Und das wird Dir mancher deuten: Mensch, Du mußt Dir selbst entfliehen. Hüte Dich vor diesen Leuten! Rechne ab mit den Gewalten In Dir, um Dich. Sie ergeben Zweierlei: wirst Du das Leben, Wird das Leben Dich gestalten? Mancher hat sich selbst erzogen; Hat er auch sein Selbst gezüchtet? Noch hat keiner Gott erflogen, Der vor Gottes Teufeln flüchtet.

Dehmel, R., Gedichte

Mancher hätte in der Schule des Lebens nicht so viel durchzumachen, wenn er die Schule seiner Jugend besser durchgemacht hätte.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Der Mensch muß für das Leben erzogen werden.

Münch, Universal-Lexicon der Erziehungs- und Unterrichtslehre für ältere und jüngere christliche Volksschullehrer, 3 Bde., 1842

Und wie das Wachs den Eindruck des Siegelrings annimmt, so wird das Leben der Sterblichen durch Beispiele gebildet.

Menzel, Die Geschichten der Deutschen, 8 Bde., 1815-23. 4. Band. Von Kaiser Heinrich IV. bis zum Tode Richards

Was der Stoizismus den Menschen lehren will: sich ebenso wohl zu fühlen, wenn ihn das Elend angrinst, als wenn ihm das Glück zulächelt.

Weiß, So seid Ihr! Erste Folge, 1906