Erziehung Sprüche – liebe

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Oft wird mehr durch Gefälligkeit als durch Härte gesündigt.

Tacitus, Annalen (Annales oder Ab excessu divi Augusti), veröffentlicht zwischen 110 und 120 n. Chr

Es gibt gewisse Dinge, wo ein Frauenzimmerauge immer schärfer sieht, als hundert Augen der Mannspersonen.

Lessing, Der Freigeist, entstanden 1749, Erstdruck 1755. 2. Aufzug, 3. Auftritt. Theophan

Das erste Lebenszeichen, welches in dem jungen Menschenkinde die aufkeimende Seele von sich gibt, ist die Offenbarung der Selbstliebe. Ob Menschenliebe daraus wird oder Selbstsucht, das entscheidet die Erziehung.

Rosegger, Die Schriften des Waldschulmeisters, 1875

Deine rechte Hand schlägt das Kind, deine linke aber drückt es ans Herz.

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Erziehung ist Beispiel und Liebe, sonst nichts.

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Ein Kind zu lieben heißt nicht, auf alles eingehen, was es sich in den Kopf setzt, sondern aus ihm das Beste, was in ihm steckt, herauszuholen und es das Schwierige lieben zu lehren.

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Die Führen ist eine milde, sanfte Tätigkeit - keine gewaltsame, eine liebenswürdige - keine gehässige.

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Wer es mit Liebe nicht schafft, schafft es auch mit Strenge nicht.

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Strenge gebiert Furcht, aber Barschheit gebiert Hass.

Bacon, Essays oder praktische und moralische Ratschläge (The Essayes or Counsels, Civill and Morall), 1597 (1612 und 1625 um neue Essays erweitert). Über die hohe Stellung

Schöne Geschichten und liebliche Worte sind einem Kinde, was im Frühling der Tau. Wo dieser warme, weiche Tau fehlt, gehen die edelsten Keime nicht auf, verkümmern unendlich viele Kinder am Geiste.

Gotthelf, Uli der Pächter (auch: Ueli der Pächter), 1849

Erziehen ist vor allem Sache des Herzens.

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Nicht jedes Tier wird am Hals angebunden.

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Anerzogen ist wie angeklebt, manchmal aber verwächst das Angeklebte.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen (in: Österreich in Geschichte und Literatur, Band 18), 1974

Die natürliche Liebe macht selbst die verständigsten Eltern zu weichherzig und nachgiebig. Sie sind unfähig, das Kind zu strafen, noch es mit einfacher Kost genährt zu sehn, welches doch ebenso nötig ist, als daß ein Kind nicht ewig gegängelt werde, sondern auch mit etwas Gefahr frei gehn und handeln lerne.

Montaigne, Essais, Erstdruck 1579, erste Gesamtausgabe 1595 (posthum)

Der erste Unterricht des Kleinkindes sei nie die Sache des Kopfes – es sei ewig die Sache des Herzens, die Sache der Mutter.

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Der eigentliche Geist der Erziehung ist kein anderer als der Geist der Liebe.

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Zur nötigen Strenge muss die Güte und zur Güte noch die Freundlichkeit hinzukommen, wenn man nicht das Gemüt des Kindes erkälten, und die Keime des Wohlwollens töten will.

Herbart, Umriss pädagogischer Vorlesungen, 1841 (2. vermehrte Ausgabe). 4. Abschnitt. Übersicht der allgemeinen Pädagogik nach den Altern. 2. Kapitel. Vom vierten bis achten Jahre. § 211

Wir sollten nie einem Kinde eine Liebhaberei vergällen: wir sehen nur die Liebhaberei, nicht aber das, was das Kind damit in Zusammenhang bringt.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Nur Liebe kann mit Erfolg strafen, und diese wird auch mit ihren Strafen haushälterisch umgehen, wo ein Blick ausreicht, kein Wort gebrauchen, wo ein Wort genügt, nicht zwei sagen. Und je mehr die Schüler die Augensprache des Lehrers verstehen, desto weniger bedarf es der Worte zu ihrer Erziehung.

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Die wahrhaft heilsame Strenge muß von jener Reinheit begleitet sein, die selbst in allem als fleckenloses Muster dasteht. Sie muß mit Wohlwollen vereint sein, welches wie ein milder Quell aus dem schroffen Felsen des Charakter springt. Einer solchen Strenge allein entsproßt die unvergängliche Blume der Treue und Anhänglichkeit.

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Keine Liebe ist süßer als die nach der Strenge; so wird aus der bittern Olive das milde, weiche Öl gedrückt.

Jean Paul, Levana oder Erziehlehre, 2. Auflage 1811 (EA: 1807). Drittes Kapitel. Bildung zur Liebe. § 121