Erziehung Sprüche – philosophisch
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An sich wäre es ja viel natürlicher, dass man der Jugend geographische naturwissenschaftliche national-ökonomische gesellige Grundsätze beibrächte, dass man sie allmählich zur Betrachtung des Lebens führte und endlich, spät, die merkwürdigsten Vergangenheiten vorführte.
Was hat der Mensch von allem seinem Wissen, wenn er nicht weiß, wo das Brot herkommt?
Jede Art von Erziehung hat es darauf abgesehen, das Leben reizlos zu machen, indem sie entweder sagt, wie es ist, oder daß es nichts ist. Man verwirrt uns in einem fortwährenden Wechsel, man klärt uns auf und ab.
Erziehung heißt, sich in der umgebenden Welt zurechtfinden, und die Freiheiten seiner Nebenmenschen in keiner Weise beeinträchtigen. Inwieweit dies aber gelingt, hängt lediglich von der Natur eines jeden ab, ob er egoistisch oder altruistisch angelegt ist.
Doch warum rede ich, wo ich nur fühlen und schweigen sollte?
Nur das hat für die Erziehung Gewicht und Bedeutung, was entweder den Geist Erlerntes zu verarbeiten und unmittelbar zu verwenden lehrt, oder was den Menschen durch Erkenntnis seiner natürlichen Sündhaftigkeit dem Erlöser in die Arme [...] treibt.
Man kritisiert mit dem absprechenden Ton eines Meisters; um Vorschläge zu machen, muß man jedoch einen anderen anschlagen, an welchem die philosophische Erhabenheit weniger Gefallen findet.