Erziehung Sprüche – philosophisch

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An sich wäre es ja viel natürlicher, dass man der Jugend geographische naturwissenschaftliche national-ökonomische gesellige Grundsätze beibrächte, dass man sie allmählich zur Betrachtung des Lebens führte und endlich, spät, die merkwürdigsten Vergangenheiten vorführte.

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Frühling – Sommer 1875

Was hat der Mensch von allem seinem Wissen, wenn er nicht weiß, wo das Brot herkommt?

Pestalozzi, Ein Schweizer-Blatt (Wochenschrift), 1782. Nr. 40 vom 3. Oktober 1782. Von der Erziehung

Jede Art von Erziehung hat es darauf abgesehen, das Leben reizlos zu machen, indem sie entweder sagt, wie es ist, oder daß es nichts ist. Man verwirrt uns in einem fortwährenden Wechsel, man klärt uns auf und ab.

Kraus, Pro domo et mundo, 1912. III. Von Journalisten, Ästheten, Politikern, Psychologen, Dummköpfen und Gelehrten

Erziehung heißt, sich in der umgebenden Welt zurechtfinden, und die Freiheiten seiner Nebenmenschen in keiner Weise beeinträchtigen. Inwieweit dies aber gelingt, hängt lediglich von der Natur eines jeden ab, ob er egoistisch oder altruistisch angelegt ist.

Sylva, Geflüsterte Worte. Essays und Lyrik, 5 Bde., 1903-1912. Aus: Über die Seele

Doch warum rede ich, wo ich nur fühlen und schweigen sollte?

Pestalozzi, Über die Idee der Elementarbildung. Eine Rede, gehalten vor der Gesellschaft der schweizerischen Erziehungsfreunde im Jahre 1809 (Lenzburger Rede), 1810/11. Nur in der 1. Ausgabe enthalten

Nur das hat für die Erziehung Gewicht und Bedeutung, was entweder den Geist Erlerntes zu verarbeiten und unmittelbar zu verwenden lehrt, oder was den Menschen durch Erkenntnis seiner natürlichen Sündhaftigkeit dem Erlöser in die Arme [...] treibt.

Ellendt, Kleine Beiträge zur Erklärung des Horatius, aus der Praxis, 1853

Man kritisiert mit dem absprechenden Ton eines Meisters; um Vorschläge zu machen, muß man jedoch einen anderen anschlagen, an welchem die philosophische Erhabenheit weniger Gefallen findet.

Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762