Freundschaft Sprüche – gedanken

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Der beste Spiegel ist das Auge eines guten Freundes.

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Nur unsre äußern Schicksale interessieren die Menschen, die innern nur den Freund.

Kleist, H., Briefe. An Wilhelmine von Zenge, 22. März 1801

Eignes Nachdenken, oder ein Buch, oder woran man sich sonst orientieren mag, ist wohl gut, aber das Wort eines echten Freundes, der den Menschen und die Lage kennt, trifft wohltätiger und irrt weniger.

Hölderlin, F., Briefe. An Ebel, 1799

Welches Glück, welche Geborgenheit, welche Seligkeit, wenn jemand dir zuhört, zu dem du zu sprechen wagen darfst, als sprächest du zu dir selbst.

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Deine Freunde sind der Spiegel deiner Persönlichkeit. Durch sie offenbarst du, wer du bist.

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Mein andres Selbst! Du meine Ratsversammlung, Orakel und Prophet!

Shakespeare, König Richard III. (The Tragedy of King Richard the Third), Erstdruck 1597. 2. Aufzug, 2. Szene, Gloster

Möchten meine Thaten sein wie meine Worte, – und meine Worte wie mein Herz! —

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Wenn selbsteigene Fehler mit triefenden Augen du musterst, Weshalb ist so geschärft dein Blick bei den Mängeln der Freunde [...]?

Horaz, Satiren (Sermones), ca. 42-30 v. Chr. Übersetzt von Wilhelm Binder, 1861

Ein besser Spiegelglas ist aufzufinden nicht, Als eines alten Freundes treuherzig Angesicht.

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Ich habe nur einen Freund; das ist das Echo. Und warum ist es mein Freund? Weil ich meinen Kummer liebe, und diesen nimmt es mir nicht fort. Ich habe nur einen Vertrauten, das ist die Stille der Nacht; und warum ist sie meine Vertraute? Weil sie schweigt.

Kierkegaard, Entweder – Oder. Ein Lebensfragment (Enten – Eller. Et Livs-Fragment), Erstdruck unter dem Pseudonym Victor Eremita 1843. Erster Teil. Diapsalmata. Übersetzt von Alexander Michelsen und Otto Gleiß, 1885

Wo ist denn der Ruhesitz der Seele? Wo fühlt sie sich beschwichtigt genug, um zu atmen und sich zu besinnen? Im engen Raum ist's, im Busen des Freundes.

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Denke der eig'nen Fehler und Schwächen, Wenn du dem Freund, dem Irrenden, grollst! Schwanke nicht erst, ob die Unbill zu rächen, Ob du in Milde vergeben sie sollst. Was dir zum Trost und zur Freude gegeben, Selber verkehrend in Unheil und Fluch, Bringest du sonst in dein innerstes Leben, Störrischen Sinnes, den qualvollen Bruch.

Paoli, B., Gedichte. 1845

Ein guter Freund ist ein zweites Gewissen.

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In einem Freunde sieh dein zweites Ich, Dann sorgt er besser als du selbst für dich.

Wagner, Tage und Worte. Gesammelte Reisesprüche für die Wanderung durch das Leben, 1903

Wenn man von der wenigen Übereinstimmung, die das Innere des Menschen mit seinem Äußern hat, ich meine hier der esoterische Mensch mit dem exoterischen, auf etwas Ähnliches in den Werken der Natur schließen kann, so ist das ein schlechter Trost. Denn wie wenig Freunde würden Freunde bleiben, wenn sie ihre Gesinnungen im ganzen sehen könnten.

Lichtenberg, Sudelbuch J, 1789-1794. [J 600]

Gib den Gedanken, die du hegst, nicht Zunge, Noch einem ungebührlichen die Tat!

Shakespeare, Hamlet, Erstdruck 1603. 1. Aufzug, 3. Szene, Polonius zu Laertes