Freundschaft Sprüche – romantisch

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(28. Aug. 1771) . . . die kleinen Gefälligkeiten der Freundschaft, die tausendmal werter sind als jene blendenden Geschenke, wodurch uns die Eitelkeit des Gebers erniedrigt.

Goethe, Die Leiden des jungen Werther, 1774; hier in der zweiten Fassung von 1787. 1. Buch

Man muß vielleicht die Liebe gefühlt haben, um die Freundschaft gut zu kennen.

Chamfort, Maximen und Gedanken. Charaktere und Anekdoten (Maximes et pensées: Caractères et anecdotes), 1795. In: Die französischen Moralisten. Die Aphorismenbücher in vollständiger Gestalt. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938

Jeder Freund, den nicht dein launischer Wille, sondern das große, liebevolle Herz in dir herbeisehnt, wird dich in seine Arme schließen.

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Verwandte Seelen knüpft der Augenblick Des ersten Seh'ns mit diamantenen Banden.

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Den Freund strafe heimlich, lobe ihn öffentlich.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Ein leicht erwärmter Freund wird leicht erkältet sein.

Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839

Die Liebe scheint der zarteste der Triebe, Das wissen selbst die Blinden und die Tauben, Ich aber weiß, was wen'ge Menschen glauben, Daß wahre Freundschaft zarter ist als Liebe.

Platen, Gedichte. Sonette, 1834

Wen der Himmel liebt, dem schickt er einen Freund.

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Zürnet dein Freund mit dir: so verschaff ihm eine Gelegenheit, dir einen großen Gefallen zu erweisen; darüber muß sein Herz zerfließen, und er wird dich wieder lieben.

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Erstes Heftlein. Dritter Schalttag

Freundschaft ist Liebe ohne Flügel.

Byron, Gedichte. Gedichttitel: L’amitié est l’amour sans ailes, 1806

Der Postillion (1833) Lieblich war die Maiennacht, Silberwölklein flogen, Ob der holden Frühlingspracht Freudig hingezogen. Schlummernd lagen Wies und Hain, Jeder Pfad verlassen; Niemand als der Mondenschein Wachte auf der Straßen. Leise nur das Lüftchen sprach, Und es zog gelinder Durch das stille Schlafgemach All der Frühlingskinder. Heimlich nur das Bächlein schlich, Denn der Blüten Träume Dufteten gar wonniglich Durch die stillen Räume. Rauher war mein Postillion, Ließ die Geißel knallen, Über Berg und Tal davon Frisch sein Horn erschallen. Und von flinken Rossen vier Scholl der Hufe Schlagen, Die durchs blühende Revier Trabten mit Behagen. Wald und Flur im schnellen Zug Kaum gegrüßt – gemieden; Und vorbei, wie Traumesflug, Schwand der Dörfer Frieden. Mitten in dem Maienglück Lag ein Kirchhof innen, Der den raschen Wanderblick Hielt zu ernstem Sinnen. Hingelehnt an Bergesrand War die bleiche Mauer, Und das Kreuzbild Gottes stand Hoch, in stummer Trauer. Schwager ritt auf seiner Bahn Stiller jetzt und trüber; Und die Rosse hielt er an, Sah zum Kreuz hinüber: »Halten muß hier Roß und Rad, Mags euch nicht gefährden: Drüben liegt mein Kamerad In der kühlen Erden! Ein gar herzlieber Gesell! Herr, 's ist ewig schade! Keiner blies das Horn so hell Wie mein Kamerade! Hier ich immer halten muß, Dem dort unterm Rasen Zum getreuen Brudergruß Sein Leiblied zu blasen!« Und dem Kirchhof sandt er zu Frohe Wandersänge, Daß es in die Grabesruh Seinem Bruder dränge. Und des Hornes heller Ton Klang vom Berge wieder, Ob der tote Postillion Stimmt' in seine Lieder. – Weiter gings durch Feld und Hag Mit verhängtem Zügel; Lang mir noch im Ohre lag Jener Klang vom Hügel.

Lenau, N., Gedichte. Reiseblätter

Die Kraft zu lieben, die Gesundheit, sich, das Leben, Freundschaft und Geist zu genießen und zu erwidern, ist der Zauber, der alles bezwingt.

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Freundschaft führt manchmal zur Liebe, doch Liebe selten zur Freundschaft.

Colton, Lacon: or, Many Things In Few Words, 1820. Originaltext: Friendship often ends in love; but love, in friendship – never.

Freundschaft ist verschwenderisch, aber Liebe ist geizig.

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Die Schläge des Freundes meinen es gut; aber die Küsse des Hassers sind trügerisch.

Altes Testament. Die Sprüche Salomos (#Spr 27,6)

Es soll niemand von seinem Freund mehr begehren, als daß er ihm sein Herz öffnet und ihn lieber hat als sich selbst.

Wegener (Hg.), Bidpai. Das Buch der Beispiele alter Weisen, Berlin 1926

Was du in deinem Herzen für deinen Freund empfindest, das empfindet auch er für dich.

Midrasch Sifre zu 5. Mose

Die Freundschaft ist auch das edelste Gefühl, dessen das Menschenherz fähig ist, nicht die Liebe.

Hilty, Briefe. Briefe über die Freundschaft (An Frau Oberpräsidentin P.)

Die erste Empfindung, deren ein sorgfältig erzogener Mensch fähig ist, ist nicht Liebe, sondern Freundschaft.

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Ein Freund ist jemand, der dir all die netten Sachen über dich erzählt, die du schon immer hören wolltest.

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Freundschaft ist, das Wohlwollen und das innere Gefühl der Liebe dem anderen zuwenden.

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