Freundschaft Sprüche – trauerkarte
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Wer zählt in Mißgeschickes Tagen Freunde wohl?
Denn obwohl Scipio plötzlich dahingerafft wurde, lebte er für mich, und das wird immer so sein.
Der Weise empfindet nicht größeren Schmerz, wenn er selber gefoltert wird, als wenn er sieht, wie sein Freund gefoltert wird.
Das Beste, was ein Mensch für einen andern tun kann, ist doch immer das, was er für ihn ist.
Der gute Kamerad Ich hatt' einen Kameraden, Einen bessern find'st du nit. Die Trommel schlug zum Streite, Er ging an meiner Seite In gleichem Schritt und Tritt. Eine Kugel kam geflogen, Gilt sie mir oder gilt sie dir? Ihn hat sie weggerissen, Er liegt mir vor den Füßen, Als wär's ein Stück von mir. Will mir die Hand noch reichen, Derweil ich eben lad. Kann dir die Hand nicht geben, Bleib du im ew'gen Leben Mein guter Kamerad!
Für einen treuen Freund kann keiner je zuviel tun.
Es ist schlimm, erst dann zu merken, daß man keine Freunde habe, wenn man wirklich Freunde nötig hat, und es nicht mehr Zeit ist, falsche und unechte Freunde mit treuen und standhaften zu vertauschen.
Die Glocken klingen viel anders, wenn einem ein lieber Freund gestorben ist.
Vergiss den Freund nicht in deinem Herzen, und denke an ihn, wenn du reich wirst.
Das Auge eines Freunde ist empfindsam; ein Sandkorn kann es verletzen.
Du, der du deinem Freund Übles angetan hast, was wirst du deinem Feinde antun?
Der Postillion (1833) Lieblich war die Maiennacht, Silberwölklein flogen, Ob der holden Frühlingspracht Freudig hingezogen. Schlummernd lagen Wies und Hain, Jeder Pfad verlassen; Niemand als der Mondenschein Wachte auf der Straßen. Leise nur das Lüftchen sprach, Und es zog gelinder Durch das stille Schlafgemach All der Frühlingskinder. Heimlich nur das Bächlein schlich, Denn der Blüten Träume Dufteten gar wonniglich Durch die stillen Räume. Rauher war mein Postillion, Ließ die Geißel knallen, Über Berg und Tal davon Frisch sein Horn erschallen. Und von flinken Rossen vier Scholl der Hufe Schlagen, Die durchs blühende Revier Trabten mit Behagen. Wald und Flur im schnellen Zug Kaum gegrüßt – gemieden; Und vorbei, wie Traumesflug, Schwand der Dörfer Frieden. Mitten in dem Maienglück Lag ein Kirchhof innen, Der den raschen Wanderblick Hielt zu ernstem Sinnen. Hingelehnt an Bergesrand War die bleiche Mauer, Und das Kreuzbild Gottes stand Hoch, in stummer Trauer. Schwager ritt auf seiner Bahn Stiller jetzt und trüber; Und die Rosse hielt er an, Sah zum Kreuz hinüber: »Halten muß hier Roß und Rad, Mags euch nicht gefährden: Drüben liegt mein Kamerad In der kühlen Erden! Ein gar herzlieber Gesell! Herr, 's ist ewig schade! Keiner blies das Horn so hell Wie mein Kamerade! Hier ich immer halten muß, Dem dort unterm Rasen Zum getreuen Brudergruß Sein Leiblied zu blasen!« Und dem Kirchhof sandt er zu Frohe Wandersänge, Daß es in die Grabesruh Seinem Bruder dränge. Und des Hornes heller Ton Klang vom Berge wieder, Ob der tote Postillion Stimmt' in seine Lieder. – Weiter gings durch Feld und Hag Mit verhängtem Zügel; Lang mir noch im Ohre lag Jener Klang vom Hügel.
Unglücklich ist, wer keinen Freund hat, mit dem er Leid und Schmerz teilen kann. Er gleicht einem Baum, der auf dem Rücken eines Berges allein dem Wind ausgesetzt ist.
Was nutzt mirs, daß mein Freund mit mir gefällig weine?
Wüssten wir immer, wann und wo wir unsere Freunde wiedersehen, so würden wir uns liebenswürdiger von ihnen verabschieden.
Zwei Freunde gehen Hand in Hand und nehmen Abschied still. Sie ziehen fort ins ferne Land, wie es das Schicksal will. Der eine hier, der andere dort, sie ziehen beide traurig fort. Und beide denken als sie geh‘n "Wer weiß, ob wir uns wieder seh'n!".
Es ist mir leid um dich, mein Bruder Jonatan, ich habe große Freude und Wonne an dir gehabt; deine Liebe ist mir wundersamer gewesen, als Frauenliebe ist.
Du zählst im Elend keinen Freund.
Klagt Dir ein Freund seine Not, seine Schmerzen so höre ihn mit Teilnehmung an. Halte Dich nicht mit moralischen Gemeinsprüchen auf, mit Bemerkungen über das, was anders hätte sein und was er hätte vermeiden können, da es doch einmal nicht anders ist. Hilf, wenn Du es vermagst, tröste und verwende alles, was ihm Linderung geben kann, aber verzärtle ihn nicht an Leib und Seele durch weibische Klagen.
Weheschrei Ich kann nicht mehr! Kann nicht mehr ringen Mit mir, mit Schicksal, Gott und Welt. Dies totgequälte Herz will springen: Zu stark die Sturmflut, die es schwellt. O hätt' ich einen Freund! nur einen! Er sollte mir ja helfen nicht: Möcht' nur an einem Herzen weinen Noch einmal, eh' das meine bricht.
Uhlands Tod Zu Tübingen am Neckar, da steht ein stilles Haus, da trat beim Sternenlichte, den Hut tief im Gesichte, ein bleicher Mann heraus. Wer weiß, daß du verstummtest? Dies Haus und ich allein! Doch morgen wird man trauern von Memels alten Mauern bis an den Wasichenstein. Da schallte von der Brücke der Burschen strammer Tritt; sie huben an zu singen, manch Fräulein von Tübingen sang in Gedanken mit. »Ich hatt' einen Kameraden!« das klang so frisch und voll: der Bleiche horchte lange, bis brennend auf die Wange ihm eine Träne quoll. »Und ob im Todeskampfe das deutsche Herz dir brach: dein Geist wird um uns schweben, denn deine Lieder leben bis an den jüngsten Tag.« Der Mond, der schien so helle, der aus den Wolken trat, im Neckar sang es leise, und fern verklang die Weise: »Mein guter Kamerad.«