Gedanken Sprüche – hoffnung

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Dichtungskraft Daß dein Leben Gestalt, dein Gedanke Leben gewinne, Laß die belebende Kraft stets auch die bildende sein.

Schiller, F., Gedichte. Tabulae Votivae, in: Musenalmanach für das Jahr 1797

Große Gedanken und ein reines Herz, das ist's, was wir uns von Gott erbitten sollten!

Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1821; erweitert 1829. 1. Buch, 10. Kapitel

Man lasse den guten Gedanken nur den Plan frei: sie werden kommen.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Zweiter Band. Kapitel 3. Den Intellekt überhaupt und in jeder Beziehung betreffende Gedanken

In einem guten Gedanken ist Gutes für alle Menschen.

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Wenn ein Gedanke, den die Menschheit ehrt, Den Sieg errang, so war's der Mühe wert.

Uhland, L., Gedichte. Sprüche

Auf böse und traurige Gedanken gehört ein gutes, fröhliches Lied und freundliche Gespräche.

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Lenken wir unsere Gedanken in die gewünschte Richtung: Dorthin, wo die Sonne scheint.

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Achte mit Sorgfalt darauf, daß durch die Wechselhaftigkeit deiner Gedanken die grünende Kraft, die du von Gott hast, in dir nicht dürr wird.

Hildegard von Bingen, Briefe

Jedes echte Wort hat klingende Kraft, und jeder Gedanke, der nicht in den Labyrinthen des dialektischen Verstandes, sondern im blutwarmen Schoße der Empfindung geboren ist, zeugt Leben und Glauben.

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Vorwärts dringt der Schiffenden Geist, wie Flaggen und Wimpel; einer nur steht rückwärts traurig gewendet am Mast.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand.1827. Elegien 2, aus: Alexis und Dora

Ein Gedanke, der richtig ist, kann auf die Dauer nicht niedergelogen werden.

Bismarck, Reden. Im Reichstag, 12. Juni 1889

Hab' einen guten Gedanken, man borgt dir zwanzig.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen. Parabeln, Märchen und Gedichte (= Gesammelte Schriften, 1. Band), 1893

Wohl werth sind's deine Wonnen, süßester Gedanke, froh ergeben Dies leidenvolle Leben Auf sich zu nehmen viele Jahre lang [...].

Leopardi, Gesänge (Canti), in: Gedichte und Prosaschriften, Berlin 1889, übersetzt von Paul Heyse. Erstdruck: Florenz 1831, erweiterte Fassung Neapel 1835. XXVI. Der herrschende Gedanke. Originaltext

O Gott! beschwichtige die Gedanken, Erleuchte mein bedürftig Herz.

Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, 1832. 5. Akt, Bergschluchten. Pater Profundus

Manche Köpfe tragen keine Früchte, wenn sie nicht wie Hyazinthenzwiebeln über Bouteillenhälsen stehen. Der Feige holt da seinen Mut, der Schüchterne Vertrauen auf eigne Kraft und der Elende Trost hervor.

Lichtenberg, Sudelbuch K, 1793-1796. [K 127]

Es wohnen die hohen Gedanken In einem hohen Haus. Ich klopfte, doch immer hieß es: Die Herrschaft fuhr eben aus! Nun klopf ich ganz bescheiden Bei kleineren Leuten an. Ein Stückel Brot, ein Groschen Ernähren auch ihren Mann.

Busch, W., Gedichte. Kritik des Herzens, 1874

Wir wissen alle, daß in dem Äußern nichts liege; aber Zeremonien können gute Rührungen veranlassen, und auf gute Gedanken bringen. Auch sind sie bisweilen ein Fähnlein über dem Wasser, das uns anzeigt, wo der Schatz gewesen und versunken ist.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Übungen im Stil. m) Schlichter Stil

Man liebt zu bemänteln allerorten Schwache Gedanken mit starken Worten.

Heyse, Spruchbüchlein, 1885

Wir kommen durch alle Wünsche, Klagen, Hoffnungen und Befürchtungen auch nicht den kleinsten Schritt weiter, sondern geraten nur immer tiefer in Mutlosigkeit und Verwirrung. Am besten ist's, wir legen uns klar und trocken noch einmal alles auseinander, scheiden das Richtige von dem Unrechten und gehen dann ein jeder mutig, tapfer und ergeben den vorgeschriebenen Weg.

Raabe, Die Leute aus dem Walde, ihre Sterne, Wege und Schicksale, 1863. 27. Kapitel

Ergänzt mit den Gedanken unsre Mängel.

Shakespeare, König Heinrich V., Raubdruck 1600

So stockte auch da So stockte auch da jenes Blutes Strom, Das einst gewohnt war zu rinnen, So bebten auch die Nerven zur Ruh, Und Nacht ward's alle den Sinnen. Und Herz und Hirn müssen stille sein: Bist Staub und lebloser Ton allein. Ach Ewigkeit-Sehnsucht, du wundersame! Da ist nur Staub, eine Tat und ein Name. Denn jeder gute Gedanke Stirbt nimmermehr so lang, Bis nicht aus seinem Keime Ein beßrer noch entsprang. Licht übers Land Licht übers Land, – Das ist's, was wir wollen.

Jacobsen, J. P., Gedichte. Aus dem Dänischen von Otto Hauser