Gedanken Sprüche – kinder

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Einen Gedanken verfolgen – wie bezeichnend dies Wort! Wir eilen ihm nach, erhaschen ihn, er entwindet sich uns, und die Jagd beginnt von neuem. Der Sieg bleibt zuletzt dem Stärkeren. Ist es der Gedanke, dann läßt er uns nicht ruhen, immer wieder taucht er auf – neckend, quälend, unserer Ohnmacht, ihn zu fassen, spottend. Gelingt es aber der Kraft unseres Geistes, ihn zu bewältigen, dann folgt dem heißen Ringkampf ein beseligendes, unwiderstehliches Bündnis auf Leben und Tod, und die Kinder, die ihm entspringen, erobern die Welt.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1880

Gedanken wollen oft wie Kinder und Hunde, daß man mit ihnen im Freien spazierengeht.

Morgenstern, C., Tagebücher. 1897

Die Gedanken und Handlungen müssen Sonnenkinder sein, aus Licht und Wärme, aus Recht und Liebe.

Jurende's mährischer Wanderer, ab 1814: Jurende's Vaterländischer Pilger. Geschäfts- und Unterhaltungsbuch, 1809-52. 1837

Einer zeugt den Gedanken, der andere hebt ihn aus der Taufe, der Dritte zeugt Kinder mit ihm, der Vierte besucht ihn am Sterbebette, und der Fünfte begräbt ihn.

Lichtenberg, Sudelbuch H, 1789-1793. [H 107]

Gehe mit deinen Gedanken um wie mit Gästen, mit deinen Wünschen wie mit Kindern.

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So vom Himmel fällt der Geister Zeugungsfunken, Liebe heißt er, Zündend in der Seele Schooß; Und aus ihrer engen Schranke Ringt ein Wunder, der Gedanke, Kind der Ewigkeit, sich los.

Rückert, Gedichte. Pantheon, Erstdruck 1843. Viertes Bruchstück. Mikrokosmos. Aus: Das Ewige

Das ist ein armseliger Gedanke, dessen Tragweite wir gleich bei seiner Geburt überblicken.

Kunad, Aphorismen, 1901