Gedanken Sprüche – neuanfang

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Weise erdenken die neuen Gedanken, und Narren verbreiten sie.

Heine, Gedanken und Einfälle, in: Letzte Gedichte und Gedanken von Heinrich Heine, hg. von Adolf Strodtmann 1869. VI. Vermischte Einfälle

Einen eingeschlagenen Nagel treibt ein neuer Nagel wieder heraus; so verdrängt ein neuer Gedanke den früheren, wenn der Geist sich anders einstellt und die Erinnerung an Früheres schwinden oder doch zurücktreten läßt.

Abaelard, Die Leidensgeschichte Abälards (Historia calamitatum mearum)

Achte auf deine Gedanken! Sie sind der Anfang deiner Taten.

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Jeder Gedanke ist ein Baustein am werdenden Schicksal - im Guten wie im Bösen.

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Nur wer seine verbrauchten Schalen abwirft, vorwärtsdrängend ins Neue, dem fliegt junges Leben an mit jungen Gedanken.

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Wirf deine Gedanken wie Herbstblätter in einen blauen Fluss, schau zu, wie sie hineinfallen und davontreiben – und dann: vergiss sie.

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Die Kraft der Gedanken ist unsichtbar wie der Same, aus dem ein riesiger Baum erwächst; sie ist aber der Ursprung für die sichtbaren Veränderungen im Leben des Menschen.

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Jedem menschlichen Geiste sind schöne Gedanken und, weil mit jedem Menschen die Welt neu geschaffen wird, auch neue angeboren; aber das Leben und der Unterricht schreiben ihre unnützen Sachen darauf und bedecken sie.

Börne, Die Kunst, in drei Tagen ein Original-Schriftsteller zu werden, 1823

Kein Gedanke ist neu, er kann aber neu geschliffen werden.

Zauper, Aphorismen moralischen und ästhetischen Inhalts, 1840

Die neuen Gedanken kommen fast immer nur von den Außenseitern. Der Fachmann, auch der geistig überlegenste, steht immer zu sehr in seinem Berufskreise, er ist daher fast nie in der Lage, eine wirkliche Revolution hervorzurufen: er kennt die Tradition zu genau und hat, ob er will oder nicht, zu viel Respekt vor ihr. Auch weiß er zu viel Einzelheiten, um die Dinge noch einfach genug zu sehen, und gerade damit fehlt ihm die erste Bedingung jeder wirksamen Neuentdeckung; denn wertvoll und fruchtbar sind immer nur die einfachen Gedanken.

Friedell, Ecce poeta, 1912

Es ist mir zuweilen, als sei man in ein neues Dasein versetzt und habe nur das nöthigste geistige Handgepäck mitgenommen. Als zwängen völlig veränderte Lebensbedingungen zu völlig neuer Gedankenarbeit. Denn Entfernung ist nichts mehr, was Menschen trennt. In spielender Leichtigkeit umkreisen unsere Gedanken den Umfang der Erdoberfläche und fliegen von jedem Einzelnen zu jedem Anderen, wo er auch sei.

Grimm, Fragmente, 1900

Jeder neue Gedanke ist eine Gerade.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Man müsse, fügte er [Goethe] hinzu, stets auf einem großen Stück Papier beginnen, der kleine Raum beenge auch die Gedanken.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit de l'Aspées Schülerinnen, 14. Juni 1805

Das Jahr ist ein Kranz aus Blumen, Ähren, Früchten und trockenen Kräutern.

Joubert, Gedanken und Maximen, in: Die französischen Moralisten: Neue Folge. Galiani, Fürst von Ligne, Joubert, Dieterich Verlag 1940. Über Weisheit, Wahrheit und Irrtum

Es gibt keine neuen Gedanken, nur neue Menschen, die die vergessenen wieder denken.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899