Gedanken Sprüche – poetisch

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Hart, blank, scharf und biegsam, einer edlen Klinge vergleichbar: das ist die Schönheit des Gedankens.

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Wie dem Mädchen, das dem Bade entsteigt, das Gewand anliegt, so sollt' es die Sprache den Gedanken.

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Die Sprache ist untauglich, den ganzen Gedanken wiederzugeben.

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Ein Gedanke kann, außer in der Literatur, nicht zum Kunstwerk werden.

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Fließend Wasser ist der Gedanke, Aber durch die Kunst gebannt In der Form gediegne Schranke, Wird er blitzender Demant.

Geibel, E., Gedichte. Juniuslieder. Sprüche, 6.

Die Muschelforscher nennen jene Muschelschalen, welche heraufgefischt werden aus den Tiefen des Meeres und die nie am Gestade gesehen werden, pelagii, die andern aber, welche an das Ufer geworfen werden und wegen der Verwitterung und Abschürfung nie so schön und zart sind wie die ersteren, littorales. So ist es auch mit den Gedanken der Poeten. Einige sind frisch, aus dem tiefen Ozean aufsteigend, strahlend von unvorstellbarer Schönheit, – pelagii; andere aber erscheinen in Vergleichung mit ihnen abgenutzt, … abgeschiefert, abgeschliffen … – littorales.

Thoreau, Herbst. Aus dem Tagebuch von Henry David Thoreau, hg. von H. G. O. Blake, übersetzt von Bertha Engler, Büchergilde Gutenberg, Zürich o.J. [1945]. 18. November 1853

Was für ein Entzücken müsste es sein große Gedanken zu empfangen wie Musik, die sich in unser Hirn schmeichelt, wie Wogen des Lichts, die unsere Finsternisse hinwegfluten.

Dohm, Schicksale einer Seele, 1899