Gedanken Sprüche – sinn

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Ich erfahre das Glück, daß mir in meinem hohen Alter Gedanken aufgehen, welche zu verfolgen und in Ausübung zu bringen eine Wiederholung des Lebens gar wert wäre. Also wollen wir uns, solange es Tag ist, nicht mit Allotrien beschäftigen.

Goethe, J. W., Briefe. An Carl Friedrich Zelter, 29. April 1830

Ich glaube, daß nichts in unserer Seele verloren geht, so wenig als vor Gott; gleichwohl scheint es mir, daß wir gewisser Gedanken nur einmal in unserem Leben fähig sind.

Hamann, J. G., Briefe. An Herder, 13. Januar 1773

Die Qualität deiner Gedanken bestimmt die Qualität deines Lebens.

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Suche beständig in großen Gedanken zu leben und das Kleinliche zu verachten; das führt, im allgemeinen gesprochen, am leichtesten über die vielen Beschwerden und Kümmernisse des Alltags hinweg.

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Kein Ende O sprich, warum denn soll ich leben, Was soll der Finger, der mir droht? Nichts ist mein Denken, Wollen, Streben, Und was ich bin, ist eitel Tod. Die Wonne beut mir ihre Schalen Und keine Freude spürt mein Herz; Ich lieg' in tausend heißen Qualen Und fleh' um einen Tropfen Schmerz. Ein neues Schwert ist jede Stunde, Das mich im tiefsten Busen trifft, Es wird an dem verfluchten Munde Der Liebe Becher selbst zu Gift. Nichts ruhet aus. In tollem Schwanken Wahnsinnig dreht die Welt um mich. Kein Ende haben die Gedanken, Und das, und das ist fürchterlich.

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Ich finde, daß der Geist einen großen Einfluß auf das allgemeine, selbst auf das leibliche Leben ausübt! Nichts ist dafür wichtiger, als die Gedanken in den Studien, die zugleich produktiv und regenerativ sein müssen, zu fixieren.

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Ein Dieb ist der Gedanke am Leben.

Sack, Ein verbummelter Student (Roman), entstanden 1910-12, Erstdruck 1917

Was unser Geist der Wirrnis abgewinnt, kommt irgendwann Lebendigem zugute; wenn es auch manchmal nur Gedanken sind, sie lösen sich in jenem großen Blute, das weiterrinnt….

Rilke, Gedichte. Aus einem Widmungsgedicht an Marga Wertheimer in ein Exemplar der "Sonette aus dem Portugiesischen", geschrieben in Muzot am 5. Oktober 1924

Ich muß nun einmal meine Haut zu Marke tragen, meine Haare auf meiner Schädeldecke und keine Perücke. Darum, weil ich muß, will ich auch mein eignes Leben leben. Und sollte ich bis an mein Lebensende zur Miete wohnen, so sollen wenigstens meine Gedanken ein Stück eignen Grund und Bodens unter sich haben, wo sie hausen und einander bestreitend sich heimlich vertragen.

Merian (Hg.), Trotzdem. 366 deutsche Gedanken und Gedichte, Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1926

Abstrakte Gedanken sind zuletzt auch nichts als – konkrete Wesenheiten; es ist ganz umsonst, das Leben aus dem Leben heraustreiben zu wollen.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1912

Jeder Gedanke ist durch sich selbst mit unsterblichem Leben begabt, wie ein lebendiges Wesen.

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Was hilft es zu leben, wenn man nur ein Pflanzenleben führt; was hilft es zu sehen, wenn es nur geschieht, um Tatsachen in seinem Gedächtnis anzuhäufen; was hilft mit einem Wort die Erfahrung, wenn sie nicht geleitet wird durch die Reflexion.

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Es gibt eine Menge Leute, die haben ihr ganzes Leben hindurch nur einen einzigen Gedanken, und mit dem kommen sie nie in Widerspruch. Ich gehöre nicht zu denen; ich lerne vom Leben.

Bismarck, Reden. Im deutschen Reichstag, 12. Februar 1885

Die Dynamik eines Menschenlebens liegt in den Gedankenkräften, die dem Körper die Richtung geben.

Peters, Strahlende Kräfte! Wege zum Glück durch Charakter-, Willens- und Menschenbildung, 1916

Wer nicht seines guten Gedankenganges sehr gewiß ist, der wird bei dem Anblick auf die öffentliche Welt gleichgültig, nicht allein gegen Leben und Tod, sondern auch gegen Tugend und Laster.

Seume, Apokryphen, 1806/07; erster vollständiger Druck in: Prosaische und poetische Werke, Berlin 1869

Große Gedanken, die eigentlichen Lebensgedanken der »oberen Seele« stimmen die »untere«nichtweihevoll, und wir können ganz gut einer abgebrochenen Gedankenreihe Nietzsches nachspüren und zugleich einen blöden crevé um sein englisches smoking beneiden.

Hofmannsthal, Essays, Reden, Vorträge

Es lebe der große Gedanke, der ewige, unvergeßliche Gedanke. Jeder Mensch, wer er auch sei, muß sich davor beugen, daß der große Gedanke existiert.

Dostojewski, Sinn der Läuterung, zusammengestellt von J. Schirmer, Berlin 1938