Glück Sprüche – philosophisch

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Das schönste Glück des denkenden Menschen ist, das Erforschliche erforscht zu haben und das Unerforschliche ruhig zu verehren.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Natur und Naturwissenschaft

Unser letzter Zweck ist die Glückseligkeit, aber das einzige geeignete Mittel für diesen Zweck ist die Tugend und Geistesbildung.

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Das Gefühl von Glück und Fülle ist ganz unabhängig von wirklichem Erleben? Aber in welcher Sphäre liegt es dann, und warum ist es manchmal in uns und manchmal wieder unerreichbar?

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Der Glaube an einen Gott ist Instinkt, er ist dem Menschen so natürlich, wie das Gehen auf zwei Beinen.

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Abscheuliche Eigenschaft des Menschen! Es kann für ihn kein Glück geben, das nicht irgendeiner Unkenntnis entspringt.

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Das Glück des Menschen beruht darauf, dass es irgendwo für ihn eine undiskutierbare Wahrheit gibt.

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Sommer – Herbst 1873

Daß ihr euch selbst nicht erkennt, das scheint euch so sehr zu bekümmern; Menschen, ihr lebt nur dadurch, daß ihr nicht wißt, was ihr seid!

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1846

Die Notwendigkeit, nach wahrem Glück zu streben, ist die Grundlage der Freiheit.

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Wir sind unfähig, die Wahrheit und das Glück nicht zu wünschen, und sind weder der Gewißheit noch des Glückes fähig.

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Natürlich sehen wir nur Licht, weil alles Existierende unsichtbar ist. Doch was wir sehen, wenn wir das Glück meinen, ist bestenfalls unglücklich formuliert.

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Das Bedürfnis zum Glücke – ist uns doch der höchste Bürge für dessen Existenz: und so auch mit unserm Schimmerchen von Vernunft.

Varnhagen, Rahel, Ein Buch des Andenkens für ihre Freunde, 3 Bde., 1834. 23. Januar 1827

Niemand, so behaupte ich, kann glücklich sein, der außerhalb der Wahrheit lebt.

Seneca, Vom glückseligen Leben (De Vita Beata), um 58 n. Chr. V,3. Originaltext: Beatus enim dici nemo potest extra veritatem proiectus.

Das Glück finden wir nicht in äußeren Dingen, sondern diese äußeren Dinge haben nur Wert durch den Reflex, welchen unser inneres Seelenleben auf sie wirft.

Rothenfels, Eleonore, 5 Bde., 1871

Theoretisch gibt es eine vollkommene Glücksmöglichkeit: An das Unzerstörbare in sich glauben und nicht zu ihm streben.

Kafka, Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande und andere Prosa aus dem Nachlaß, 1935

Instinktiv empfinden wir, daß wir unser Glück außer uns suchen müssen.

Pascal, Gedanken über die Religion und einige andere Gegenstände (Pensées sur la religion et sur quelques autres sujets), Erstdruck 1669/70 (posthum)

Notwendig wird also zum Glück eine gehörige Beschäftigung des Geistes oder des Gefühls erfordert, allerdings verschieden nach jedes einzelnen Geistes- oder Empfindungsmaß, aber doch so, daß eines jeden Bedürfnis dadurch erfüllt werde.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 12. Januar 1834

Alles ist Gegenstand tödlicher Beunruhigung, wenn es einem um sein einziges Glück geht.

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Mein Glaube ist Philosophie und meine Philosophie ist Glaube.

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Tiefes Glück ist Gegenwart ohne Denken.

Spengler, Urfragen. Fragmente aus dem Nachlaß, unter Mitwirkung von Manfred Schröter hg. von Anton Mirko Koktanek, C. H. Beck 1965

Die Wahrheit des Glaubens ist nicht, was er glaubt, sondern daß er glaubt.

Vischer, Ästhetik oder Wissenschaft des Schönen. Zum Gebrauche für Vorlesungen, 1846

Die Pflicht zu glauben, setzt die Möglichkeit dazu voraus.

Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762