Glück Sprüche – trauerkarte

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Das Glück ist nur ein Traum, doch der Schmerz wirklich.

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Es gibt nur weinendes Glück.

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Glücklichen ist's nicht verliehen Zu begreifen fremdes Weh.

Platen, Gedichte. Lieder und Romanzen. Aus: Der Mädchen Friedenslieder, 1813. Schlußzeilen

Dann erst erkennen stets wir Menschen unser Glück, Wann wir verloren haben, was einst unser war.

Plautus, Die Kriegsgefangenen (Captivi). V. 142f. 1. Akt, 2. Szene, Ergasilus. Übersetzt von Georg Gustav Samuel Köpke, 1809

Verloren Was Holdes liegt mir in dem Sinn, Das ich vor Zeit einmal besessen; Ich weiß nicht, wo es kommen hin, Auch, was es war, ist mir vergessen. Vielleicht – am fernen Waldesrand, Wo ich am lichten Junimorgen – Die Kinder klein und klein die Sorgen – Mit dir gesessen Hand in Hand, Indes vom Fels die Quelle tropfte, Die Amsel schallend schlug im Grund, Mein Herz in gleichen Schlägen klopfte Und glücklich lächelnd schwieg dein Mund; In grünen Schatten lag der Ort – Wenn nur der weite Raum nicht trennte, Wenn ich nur dort hinüberkönnte, Wer weiß! – vielleicht noch fänd ich's dort.

Storm, T., Gedichte. Ausgabe 1885

Um uns ein Glück, das uns gleichgültig scheint, recht fühlbar zu machen, müssen wir immer denken, daß es verloren sei, und daß wir es diesen Augenblick wieder erhielten; es gehört aber etwas Erfahrung in allerlei Leiden dazu, um diese Versuche glücklich anzustellen.

Lichtenberg, Sudelbuch A, 1765-1770. [A 72]

Das Gefühl des Glücks zerschmettert den Menschen; er ist nicht stark genug, es zu ertragen.

Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762

Ach! zum Erdenglück geboren, Hoher Ahnen, großer Kraft, Leider früh dir selbst verloren, Jugendblüte weggerafft! Scharfer Blick, die Welt zu schauen, Mitsinn jedem Herzensdrang, Liebesglut der besten Frauen Und ein eigenster Gesang.

Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, 1832. 3. Akt, Schattiger Hain, Chor

Hast du ein schweres Ungemach zu tragen, Wie traurig, wenn es Andere mit geschlagen! Und wenn ein großes Glück dein Herz bewegt, Wie traurig, wenn es keiner mit dir trägt!

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1894

Wir tragen leichter ein Unglück, das uns andere verursacht, als ein Glück, das wir anderen verdanken.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1893

Es gibt unter allem Erdenweh kaum Jammervolleres, als wenn ein vollempfundenes, reines Glück von derselben Hand zerstört wird, die es gereicht. Da ist ja alles hin, nicht die Zukunft nur, auch die Vergangenheit, jede Erinnerung gleichsam erwürgt, jede Gabe, die voll Wonne an’s Herz gedrückt worden, plötzlich verschwunden wie Hexengold.

Godin, Das Bild ohne Gnade, 1873

Seliger Ausgang Das höchste Glück hat keine Lieder, Der tiefste Schmerz hat keinen Laut, Sie spiegeln beide still sich wieder Im Tropfen, der vom Auge taut. So einen sich in stummen Zähren Das höchste Glück, das tiefste Leid, Bis sie in Liebe sich verklären, Anbetend in Gottseligkeit.

Ingolstädter Wochenblatt, 1802ff. 12.3.1854

In der trüben Einsamkeit Späh ich nach der Spur Jener kurzen, süßen Zeit, Da ich Glück erfuhr. Ja, die Wege weiß ich noch, Und die Spur ist nah. Aber Schnee liegt spannenhoch, Wo mein Glück geschah. Meine Tränen fallen drauf, Wärmen rings den Ort. Und der Schnee taut langsam auf, Und der Schnee schmilzt fort.

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Es mag wohl hart sein, ein Glück erst zu erkennen, nachdem man es verlor, – aber ein Glück erst zu erkennen, nachdem man es freiwillig von sich gestoßen, das ist ein Schmerz der Reue, der am Leben nagt.

Hillern, Aus eigener Kraft, 3 Bde., 1886-87 (EA: 1872)

So mancher glaubt, immer noch einem verlorenen Glücke nachzuweinen und es ist längst nur mehr der abgeschiedene Schmerz darum, dem seine Tränen fließen.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

Ich achte den Menschen höher, der der göttlichen Hilfe im Glück bedarf, als denjenigen, der sich im Unglück von ihr trösten läßt.

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Nicht der weiß ein Glück zu schätzen, welcher es gewonnen hat, sondern der, welcher es verloren.

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Abereinesel'ge Stunde Wiegt ein Jahr von Schmerzen auf.

Geibel, E., Gedichte. Jugendgedichte. Drittes Buch. Athen. Aus: Leichter Sinn

Es ist so schön, die Menschen glücklich machen; Du kannst es jetzt. O, nicht den schönen Augenblick verletzt! Es wachen Viel gute Geister über unsre Schmerzen, Und ob man Augen trocknet oder netzt, Das schreiben sie in ihre klaren Herzen.

Körner, Th., Gedichte. Aus: Bitte

Sie besitzen und Sie verlieren, das heißt einen Augenblick Glück mit einer Ewigkeit Sehnsucht erkaufen.

Laclos, Gefährliche Liebschaften (Les Liaisons dangereuses), 1782

Nachts Tiefstill die Nacht. Nur manchmal, halb im Traum, hör ich ein Knistern an den weiten Wänden, ein ruhlos Tasten hier und dort im Raum, als wie von feinen, schlanken Frauenhänden. Dann weiß ich es, was dir dein Traum gebracht: du suchst nach mir, du kannst mich nicht vergessen, du suchst und suchst die ganze lange Nacht nach einem Glück, das du doch einst besessen.

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