Glück Sprüche – trauerkarte

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Meiner Sehnsucht schiebt ein böser Geist Statt Freud und Glück verwandte Schmerzen unter.

Goethe, Torquato Tasso, 1807. 3. Akt, 2. Auftritt, Prinzessin zu Leonore

Müde Hab so wund gelaufen meine Füße Auf dem weiten Wege nach dem Glück – Lachend lief ich aus, um es zu suchen, Schlich nach Haus mit thränenschwerem Blick. Sah wohl wunderseltsam lichte Blumen, Sah sie wohl an meinem Wege stehn, Habe sie mit raschem Fuß zertreten, Mußte eilen, mußte weitergehn. Weitergehn, die eine nur zu finden, Die in trügerischer Ferne winkt Und mit ihren buhlerischen Düften Unser Herz zur Schuld und Sünde zwingt. Hab so wund gelaufen meine Füße Auf dem weiten Wege nach dem Glück – Lachend lief ich aus, um es zu suchen, Kam so müde, kam so still zurück…

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Halt nicht zu fest, was du gewannst, Und schlag's dir aus dem Sinn, Denn eh' du's recht beweinen kannst, Bist du schon selbst dahin!

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1861

Erinnerung Wie war die schöne Sommernacht So dunkel, mild und warm, – Wie schrittest du so still und sacht Gelehnt auf meinen Arm. – Von Ferne klang, man hört' es kaum, Musik mit leisem Schall, Im blüthenduftgen Gartenraum Sang eine Nachtigall. Ein holdes schweigendes Verstehn War zwischen mir und dir, Ein selig Beieinandergehn, Und glücklich waren wir. Die schöne Zeit, sie liegt so weit – Verweht wie eitel Schaum. Sie liegt so weit die schöne Zeit Versunken wie ein Traum. Wie schrittest du so still und sacht Gelehnt auf meinen Arm – Wie war die schöne Sommernacht So dunkel, mild und warm. –

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Ganz zufällig in einer Schachtel einen handgeschriebenen Brief von einem alten Freund zu finden: Ist das vielleicht kein Glück?

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Briefwechsel Im Garten, heute morgen, Als ich deinen Brief erbrach, Fand ich drin verborgen Ein Rosenblatt. Ein Rosenblatt, deinen Locken entsunken. Als ich es trunken Mit den Lippen berührte, Kam ein Windhauch und entführte Den holden Gast. Nun segelt es lustig zu dir zurück. Gleich einer Krone trägt es mein Glück Auf tiefrotem Samt – und erblaßt.

Liliencron, D., Gedichte. Ausgewählte Gedichte, 1922

Wie süß der Ton der Zither erklingt Am nebligen Morgen! Er weckt in mir ein Sehnen nach Glück Und lieblichen Sorgen. Des Lebens holde Freuden, sie stehn So licht vor dem Herzen! Da denk' ich der geschwundenen Zeit Mit Trauer und Schmerzen. So wenig Stellen auf weitem Gebiet, Die freundlich mir lachen! – Ich hätte können glücklicher sein – Und glücklicher machen.

Meyr, Vier Deutsche. Politischer Roman, 3 Bde., 1861

Derjenige allein, welcher das äußerste Unglück erfahren hat, ist geeignet, die höchste Glückseligkeit zu empfinden.

Dumas, Der Graf von Monte Christo (Le Comte de Monte-Cristo), 1844-46

Ich will im Glück sanftmütig und gefühlvoll sein, um seiner würdig zu bleiben; im Unglück will ich geduldig und unverzagt sein, um es zu besiegen.

Grimm, Paris zündet die Lichter an. Literarische Korrespondenz (Correspondance littéraire, philosophique et critique), hg. von Kurt Schnelle, übersetzt von Herbert Kühn, Dieterich'sche Verlagsbuchhandlung 1977. 15.2.1755. Versuch eines Katechismus für Kinder. Originaltext

Mir ist immer das Glück eine Aufforderung zu größerer Klarheit, zu freierem und erhöhetem Aufschwung der Gedanken gewesen. Der Geist scheint dadurch Flügel zu bekommen. Ich verliere mich in Dank und Anbetung. In dem Sinne ergeht wirklich eine Botschaft an mich, die ich, doppelt froh, willkommen heiße. Allein, dem flüchtigen Gruß des himmlischen folgt Abschied und Trauer, wie aller Glanz die Dunkelheit noch dunkler macht.

Motte Fouqué, Resignation. Roman, 1829. Elise an Sophie

Mit dem Genuss des Glücks wächst der Schmerz des Verlustes.

Plinius der Jüngere, Briefe (Epistulae). Buch VIII, Brief 5: C. Plinius Gemino Suo S. Übers. Internet Originaltext: Nam fruendis voluptatibus crescit carendi dolor

Jedes Erdenglück, auch das edelste, hat eine schmerzliche Wunde.

Keiter, Aphorismen von M. Herbert (i. e. Therese Keiter), 2. Auflage 1904 (EA: 1895)