Gott Sprüche – klassisch
428 Sprüche gefunden
Rede, denn dein Knecht hört.
Wenn die Menschen von Gott reden, so kommen sie mir vor wie Lichtenbergs Kahlenberger Bauern, die, wenn ein Messer fehlt, dafür ein Stück Holz in die Scheide stecken, damit diese nicht leer sei.
Alles geben Götter, die unendlichen, Ihren Lieblingen ganz, Alle Freuden, die unendlichen, Alle Schmerzen, die unendlichen, ganz.
Gottes ist der Orient! Gottes ist der Okzident! Nord- und südliches Gelände Ruht im Frieden seiner Hände.
Was der Mensch alsGottverehrt, Ist sein eigenstes Innere herausgekehrt.
Aller Dinge Gehalt, er wird durch dich nur entschieden, Leise Gottheit; auch mich richtest du, richte gelind.
Gott, wenn wir hoch stehen, ist alles; stehen wir niedrig, so ist er ein Supplement unsrer Armseligkeit.
Das eigene Ideal Allen gehört, was du denkst, dein eigen ist nur, was du fühlest, Soll er dein Eigentum sein, fühle den Gott, den du denkst.
Das Herz ist Gottes Stimme, Menschenwerk Ist aller Klugheit künstliche Berechnung.
Tacitus hat als wahrer Philosoph gesprochen, als er sagte, es wäre besser, an Gott zu glauben, als über ihn zu diskutieren.
Jesus antwortete: Du hättest keine Macht über mich, wenn es dir nicht von oben her gegeben wäre. Darum: der mich dir überantwortet hat, der hat größere Sünde.
Die Gottheit verehrt, wer sie kennt.
Gott denkt in den Genies, träumt in den Dichtern und schläft in den übrigen Menschen.
Großer Gott, wir loben dich Großer Gott, wir loben dich, Herr, wir preisen deine Stärke, vor dir beugt die Erde sich und bewundert deine Werke. Wie du warst vor aller Zeit, so bleibst du in Ewigkeit. Alles, was dich preisen kann, Cherubim und Seraphinen, stimmen dir ein Loblied an; alle Engel, die dir dienen, rufen dir in sel'ger Ruh': "heilig, heilig, heilig!" zu. Himmel, Erde, Luft und Meer, sie verkündern deine Ehre; der Apostel glänzend Heer, der Propheten sel´ge Chöre und der Märtyrer lichte Schar lobt und preist dich immerdar.
Durch Weisheit ist Gott tief, breit durch Barmherzigkeit, Durch Allmacht ist er hoch, lang durch die Ewigkeit.
Ich bin nicht außer Gott und Gott nicht außer mir: Ich bin sein Glanz und Licht und er ist meine Zier.
Willst du den Perlentau der edlen Gottheit fangen, So mußt du unverrückt an seiner Menschheit hangen.
Brahma Der rote Schläger denkt, daß er schlüge, und der Erschlagene denkt, er sei erschlagen: Sie wissen nicht, wie heimlich ich es füge, daß alle Dinge mich im Innern tragen. Für mich ist nah, was ferne und versunken; Sonne und Schatten geben sich nichts nach; Götter erscheinen mir, die längst entschwunden; ein und dasselbe sind mir Ruhm und Schmach. Wer mich verleugnet, kennt nicht seine Lage: Wenn er mich flieht, bin ich, was ihn beschwingt; ich bin der Fragesteller und die Frage; ich bin das Lied, das der Brahmane singt. Die Götter sehnen sich nach meinen Gründen, den Heiligen Sieben laß' ich keine Ruh; du, Liebender des Guten, wirst mich finden und kehrst dem Himmel deinen Rücken zu.
Seitdem sich die Menschen herausgenommen haben, Gott eine Sprache zu verleihen, hat ihn jeder auf seine Weise sprechen und sich von ihm sagen lassen, was er gewollt hat.
Von den Göttern weiß ich nichts, weder daß es solche gibt noch daß es keine gibt. Denn viele Hindernisse versperren uns diese Erkenntnis: die Unklarheit der Sache und die Kürze des menschlichen Lebens.
Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet!