Gott Sprüche – modern

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Seitdem sich die Menschen herausgenommen haben, Gott eine Sprache zu verleihen, hat ihn jeder auf seine Weise sprechen und sich von ihm sagen lassen, was er gewollt hat.

Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762. Viertes Buch. Glaubensbekenntnis des savoyischen Vikars

Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet!

Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft (La gaya scienza), 1882 (ergänzt 1887). Drittes Buch, 125. Der tolle Mensch

Gott braucht weder Weihrauch noch Myrrhen, weder Kerzen, noch Gebet, Gesang und Musik, weder Messen noch Predigten und Tempel – und daher bleibt das Wort Gottesdienst = Frohndienst, ein dummes Wort, das alle richtigen Ansichten von Religion verrückt.

Weber, Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 12 Bde., 1832-40. Weitere Religionsbetrachtungen eines einfältigen Laien

Gott ist nicht tot. Es geht ihm gut, aber er arbeitet an einem weniger ehrgeizigen Projekt.

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Nicht Gott hat den Menschen geschaffen, sondern umgekehrt.

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Gott ist ein Gott der Gegenwart. Wie er dich findet, so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist.

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Sollen sich auch alle schämen, die gedankenlos sich der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen, und nicht mehr davon geistig erfasst haben als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen frißt.

Einstein, Völkerverständigung als Aufgabe des Rundfunks, 1930. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Albert-Einstein-Archivs der Hebräischen Universität Jerusalem

Gott ist nicht tot, er möchte sich nur jetzt nicht engagieren.

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Das sei ferne, Gott behüte!

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Gottesfurcht ist Gotteslästerung.

Hille, Gestalten und Aphorismen, in: Gesammelte Werke von Peter Hille, Band 2, hg. von seinen Freunden 1904 (posthum)

Wo ist der gerechte und rächende Gott? Nein, bei Gott, es gibt keinen Gott.

Voltaire, Geschichte von Jenni oder Der Atheist und der Weise (Histoire de Jenni ou l'athée et le sage), 1775

Wenn Gott existiert, ist der Mensch ein Sklave; der Mensch kann und soll aber frei sein: Folglich existiert Gott nicht.

Bakunin, Gott und der Staat, 1871

Allen, die ihren Gott loswerden, droht, dass sie nicht nur gottlos, sondern schlimmer: menschenlos werden.

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Das Wort ward nicht nur Mensch, sondern Fleisch.

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Die Toren sprechen in ihrem Herzen: »Es ist kein Gott.«

Altes Testament. Der Psalter (#Ps 53,2)

Ohne den Begriff Gott könnten wir am Ende auskommen. Leider nicht ohne das Wort.

Schnitzler, Aphorismen und Betrachtungen, 1967

Gott ist in der neuen Philosophie, was die letzten fränkischen Könige unter den Majores Domus, ein leerer Name, den man beibehält, um bequemer und unangefochtener sein Wesen treiben zu können.

Schopenhauer, A., Nachlass. Bogen Q (1813)

Der neue Glaube Es bildet sich der Glaubenssatz allmählich: Der liebe Gott ist tot – Gott hab' ihn selig!

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Niemand will die richtige gemeine Straße göttlicher Gebote wandeln; jedermann macht sich selbst neue Wege und Gelübde, als hätte er Gottes Gebote alle vollbracht.

Luther, An den christlichen Adel deutscher Nation, 1520

Nicht: Wie geht es uns – wie geht es Gott?

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Ich weiß nicht, ob Gott existiert; aber für sein Ansehen wäre es besser, wenn es ihn nicht gäbe.

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