Gott Sprüche – sinn

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Kein organisches Wesen ist ganz der Idee, die zu Grunde liegt, entsprechend; hinter jedem steckt die höhere Idee. Das ist mein Gott, das ist der Gott, den wir alle ewig suchen und zu erschauen hoffen, aber wir können ihn nur ahnen, nicht schauen!

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Friedrich von Müller, im Mai 1830

Es lebt ein Gott, zu strafen und zu rächen.

Schiller, Wilhelm Tell, 1802-1804. 4. Akt, 3. Szene, Tell

Das Herz ist Gottes Stimme, Menschenwerk Ist aller Klugheit künstliche Berechnung.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1799. 4. Akt, 8. Auftritt, Gordon

Wie wohl fühlt sich der Mensch, wenn er vom vergeblichen Suchen des Heils im weltlichen Leben erschöpft, ermattet, seine Hände zu Gott ausstreckt.

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Ein Jahrhundert leben und die höchste Wahrheit nimmer sehen: Besser ein Tag der Erkenntnis, und das höchste Ziel erspähen.

Buddha, Dhammapada. Anthologie von Aussprüchen des Buddha; enthält 423 Sprüche ethischen Inhalts, aufgenommen in den Palikanon unter den Kurzen Texten (Khuddaka-Nikaya) wohl auf dem 2. buddhistischen Konzil im Jahr 383 v. Chr. 115. Vers. Übersetzt von Hans Much, 1920

Man tut dem großen und allmächtigen Geber der Gaben unrecht, wenn man seine Gnaden ausschlägt, zunichte macht und herabsetzt. Er, der Allgute, hat alles gut gemacht.

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Ein Gott, dessen der Mensch, den er geschaffen, noch bedürfte, müßte doch ein recht trauriger Gott sein.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1837

Die gesamte Schöpfung, die Gott in der Höhe wie in den Tiefen gestaltet hat, lenkte er zum Nutzen des Menschen. Und wie die Geschöpfe dem Menschen für seine leiblichen Bedürfnisse zu dienen haben, so sind sie auch nicht weniger zum Heil seiner Seele bestimmt.

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An der Sichtbarkeit der Schöpfung soll dem Menschen die Unsichtbarkeit Gottes anschaulich werden.

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Des Menschen größtes Glück ist seine Tat. Des Menschen größte Freude ist der Mensch. Des Menschen schönste Betrachtung ist die Natur. Des Menschen ewige Hoffnung ist Gott.

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Gäbe es Gott nicht, so müsste man ihn erfinden.

Voltaire, Brief an den Autor der 'Drei Betrüger' (Épître à l'Auteur du Livre des Trois Imposteurs), 1769

Wir haben viele Sündenböcke, aber der populärste ist die Vorsehung.

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Gott erblicken wir nicht, aber überall erblicken wir Göttliches; zunächst und am eigentlichsten jedoch in der Mitte eines sinnvollen Menschen, in der Tiefe eines lebendigen Menschenwerks.

Schlegel, F., Fragmentensammlungen (Kritische Fragmente, Blüthenstaub, Athenäums-Fragmente, Ideen), 1797-98. Ideen [44]

Es kommt nicht auf den Stand an, worin man lebt, sondern auf die Grundeinstellung, von der aus man Gott und seine Gesetze als das Oberste und Endgültige empfindet.

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Der du erschufst die Welt, ohn' ihrer zu bedürfen, Erschaffen hast du sie nach deiner Lieb' Entwürfen. Nach deiner Weisheit Plan, dem Zwecke deiner Macht: Und kein Nachdenken denkt, was du hast vorgedacht.

Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839

Nichts kann vom Menschen bestimmt werden, denn alles ist vom Himmel verfügt.

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Die Seele fragte: "Sag, wo bist du Herr, daß ich dich aufsuchen kann?" Und Gott antwortete: "Wenn du anfängst, mich zu suchen, bist du schon zu mir hingelangt."

al-Ghazâlî, Islamische Mystiker

Ich fühle, daß es einen Gott gibt, und ich fühle nicht, daß es keinen gebe; das genügt mir, alles Vernünfteln ist dabei wertlos; ich folgere also, daß Gott existiert.

La Bruyère, Die Charaktere oder Die Sitten im Zeitalter Ludwigs XIV. (Les Caractères de Théophraste, traduits du grec, avec les caractères ou les mœurs de ce siècle), 1688

Ich möchte einen nüchternen, maßvollen, keuschen, rechtlich denkenden Menschen behaupten hören, es gebe keinen Gott: Ein solcher Mensch würde wenigstens ganz uneigennützig sprechen. Doch er ist nicht zu finden.

La Bruyère, Die Charaktere oder Die Sitten im Zeitalter Ludwigs XIV. (Les Caractères de Théophraste, traduits du grec, avec les caractères ou les mœurs de ce siècle), 1688

Der Mensch lebet nicht vom Brot allein, das die Gelehrten einbrocken; sondern ihn hungert noch nach etwas andern und Bessern, nach einem Wort das durch den Mund Gottes gehet.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Originaltext. Pränumerationsanzeige

Gott suchen ist das Leben; Gott finden ist das Sterben; Gott besitzen ist die Ewigkeit.

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