Hoffnung Sprüche

Sprüche über Hoffnung und Zuversicht

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Sooft die Sonne aufersteht, Erneuert sich mein Hoffen, Und bleibet, bis sie untergeht, Wie eine Blume offen.

Keller, G., Gedichte. Aus: Sooft die Sonne aufersteht, 1844

Seid überzeugt, daß auf die Nacht der Tag folgt.

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Die Hoffnung ist wie ein Magnet, der das Große und Schöne anzieht.

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Wenn die Hoffnung, irren Fußes, Manchem auch nicht ihres Grußes, Freundlichkeit des Aug' erquicket; Andre hat zu wilder Lust Sie entbrannt und schon gezücket Hält das Schicksal auf die Brust Dann den Dolch, den sich die Toren Rasend in den Busen bohren.

Sophokles, Antigone, ca. 442 v. Chr

Man verliert vieles im Leben, Doch verliere nie die Hoffnung, Denn ohne Hoffnung verlierst du dein Leben.

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Hoffnung Es reden und träumen die Menschen viel Von bessern künftigen Tagen, Nach einem glücklichen goldenen Ziel Sieht man sie rennen und jagen. Die Welt wird alt und wird wieder jung, Doch der Mensch hofft immer Verbesserung. Die Hoffnung führt ihn ins Leben ein, Sie umflattert den fröhlichen Knaben, Den Jüngling locket ihr Zauberschein, Sie wird mit dem Greis nicht begraben, Denn beschließt er im Grabe den müden Lauf, Noch am Grabe pflanzt er – die Hoffnung auf. Es ist kein leerer schmeichelnder Wahn, Erzeugt im Gehirne des Toren, Im Herzen kündet es laut sich an: Zu was Besserm sind wir geboren! Und was die innere Stimme spricht, Das täuscht die hoffende Seele nicht.

Schiller, F., Gedichte. Hier: 1798

O blicke, wenn den Sinn dir will die Welt verwirren, zum ew'gen Himmel auf, wo nie die Sterne irren.

Rückert, Gedichte. Aus: Angereihte Perlen

Im Reich der Hoffnung ist es nie Winter.

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Die Hoffnung ist die sittliche Dampfmaschine, Welche die Welt bewegt und in Tätigkeit setzt.

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Mit seinen erfüllten Hoffnungen könnte man so leicht für sich ein Paradies, und für seine Mitmenschen eine Hölle bauen.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Hoffnung, schönste Blüte, Du lichter Himmelsschein, Wie duftest du, wie strahlest du Ins Menschenherz hinein! Wie bist du ihm ein tröstend, Ein heilig Himmelspfand! Wie schmückest, wie vergoldest Du ihm der Zukunft Land! –

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Es ist eigentlich nie möglich, genau zu sagen, wann wir am Ende unserer Hoffnung sind.

Montaigne, Essais, Erstdruck 1579, erste Gesamtausgabe 1595 (posthum)

Die Hoffnung wie die Furcht sind zwei leere Wesen.

Goethe, J. W., Briefe. An Carl Friedrich Zelter, 30. Oktober 1809

Hoffnung, Hoffnung, immer grün! Wenn dem Armen alles fehlet, Alles weicht, ihn alles quälet, Du, o Hoffnung, labest ihn.

Herder, Stimmen der Völker in Liedern, 1807 (posthum). Zweiter Theil. Erstes Buch. Aus: Das Lied der Hoffnung

Ein Stoiker mag froh in die Todesarme fliehen; Ich weine, und ich hoffe noch.

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Wehe, wehe dem Mörder, wehe, Der sich gesät die tödliche Saat! Ein andres Antlitz, eh sie geschehen, Ein anderes zeigt die vollbrachte Tat.

Schiller, Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören, 1803. Chor, Dritter

Nur ein verzweifelter Spieler setzt alles auf einen einzigen Wurf.

Schiller, Kabale und Liebe, entstanden 1782/83, Erstdruck 1784. 5. Akt, 5. Szene, Ferdinand

Zwischen dem Elend und dem Glücke gähnt eine tiefe Kluft. Die Hoffnung schlägt darüber die Brücke, aber sie hängt in der Luft.

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Man muss das Beste hoffen, das Schlimme kommt von selbst.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Sonnenblick und Hoffnung begleiten einander gerne.

Schiller, F., Briefe. An Charlotte von Lengenfeld, 8. Dezember 1789

Der Hoffnungsfreie schläft sanft, Hoffnungsfreiheit ist das höchste Glück [...].

Deussen/Strauß (Übers.), Vier philosophische Texte des Mahâbhâratam. Sanatsujâta-Parvan, Bhagavadgîtâ, Mokshadharma, Anugîtâ, 1906. Mokshadharma