Hoffnung Sprüche – liebe

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Die Frauen müssen wohl prüde bleiben, solange Männer sentimental, dumm und schlecht genug sind, ewige Unschuld und Mangel an Bildung von ihnen zu fordern.

Schlegel, F., Fragmentensammlungen (Kritische Fragmente, Blüthenstaub, Athenäums-Fragmente, Ideen), 1797-98. Athenäums-Fragmente [31]

Die billigsten Leidenschaften auf der Welt sind Hoffnung und Liebe, und zum Schluss zahlt man am meisten für sie.

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Was einem nicht soll werden Ist das Liebste auf Erden.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Mignon Buntbeblümte Wiesen dehnen Fernhin sich, die Luft weht lind; Auf umsonnten Wolkenkähnen Kam der Lenz ins Land geschwind . . . Buntbeblümte Wiesen dehnen Fernhin sich, die Luft weht lind. Laß mein Haupt an deines lehnen, Rühr die Harfe, holdes Kind! Lieblich wie Gesang von Schwänen Klagt ihr Ton im Abendwind . . . Laß mein Haupt an deines lehnen Rühr die Harfe, holdes Kind! Zages Hoffen, süßes Wähnen Schwellt die Seele mir gelind; Banges, langverhaltnes Sehnen Löst sich; Quellen rieseln lind . . . Ach, ich weiß nicht, ob es Tränen, Oder ob es Lieder sind.

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Die weichste Frau hat irgend eine Sache, worin sie eigensinnig ist, und der festeste Mann eine, wo er Wachs ist.

Jean Paul, Bemerkungen über uns närrische Menschen, 1783-99. Männer und Weiber

An der Hoffnung Liebesbrust erwarmet Starrende Verzweifelung.

Schiller, F., Gedichte. Anthologie auf das Jahr 1782. Aus: Phantasie an Laura

In die Nähe soll man nicht hoffen, aber in die Ferne.

Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1821; erweitert 1829. 3. Buch, 13. Kapitel

Das Liebespfand Schick mir ein Zeichen, daß mein Hoffen sprieße, Mein rastlos Grübeln endlich schläft und ruht! Schick etwas Honig, der mein Haus versüße, Daß ich das Beste hoff in Liebesglut. Ich will nicht ein von dir geflochtnes Band, Die Lieb zu knüpfen in den Zauberbund Erneuter Jugend; keinen Ring – den Stand Der Neigung zeigend – die gleich glatt und rund: So sollten unsre Lieben schlicht sich finden! Korallen nicht, die deinen Arm umschränken, Die sich in schöner Harmonie verbinden – Das heißt: im gleichen Grund ruh unser Denken! Auch nicht dein Bild, aufs lieblichste zu sehen Und sehr erwünscht, da es dir gleich geblieben, Nicht kluge Zeilen, die schon häufig stehen In all den Briefen, die du mir geschrieben ! Mich zu bereichern, schick mir nichts mehr her – Nur schwör: du glaubst, ich liebe dich ! Nichts mehr !

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Hoffnung Ob sie mich liebt? Spricht ihrer Blicke Leuchten zu mir der Liebe selig stumme Frage? Ist's nur die große Hoffnung, die ich trage, daß mir erfüllt die bangen Wünsche däuchten? Ob sie mich liebt? Ob sie mich liebt? Sie lächelte so mild, als vor Verlangen stumm mein Gruß verhauchte; sie bebte sanft, als mir entgegentauchte aus ihrem Auge mein verklärtes Bild ... Sie liebt mich wol.

Dehmel, R., Gedichte. Erlösungen. Eine Seelenwandlung in Gedichten und Sprüchen, 1891. Zweite Stufe: Liebe. Originaltext

Wehe, Lüftchen, lind und lieblich Um die Wange der Geliebten, Spiele zart in ihrer Locke, Eile nicht, hinwegzuflieh'n! Tut sie dann vielleicht die Frage, Wie es um mich Armen stehe, Sprich: "Unendlich war sein Wehe, Höchst bedenklich seine Lage; Aber jetzo kann er hoffen, Wieder herrlich aufzuleben, Denn du, Holde, denkst an ihn."

Daumer, Hafis. Neue Sammlung, 1852

Sie [die Liebe] tröstet uns wie eine Mutter tut, und wiegt uns sanft in unsern letzten Schlaf.

Baer, Jahresgedanken einer Frau, 1921